EU gibt neue Visa-Verwaltung in Auftrag
Das SIS ist schon heute das größte Grenzkontroll- und Polizei-Informationssystem der Welt. Das neue SIS II soll nun die Voraussetzungen schaffen, um auch die neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in das Schengen-System, dem sie auch nach dem Beitritt derzeit nicht angehören, aufzunehmen.
SIS II soll Informationen zu gesuchten Personen und gestohlenen Fahrzeugen, Ausweisdokumenten und Banknoten in einer Datenbank vorhalten, auf die die nationalen Polizeibehörden aller teilnehmenden Staaten zugreifen können. Das System soll 2007 in Betrieb genommen werden und eine deutlich höhere Flexibilität bieten als das aktuelle SIS. Unter anderem soll es auch Fotos von Fingerabdrücken beinhalten.
Mit VIS sollen die Visa-Anfragen für die am Schengen-Abkommen beteiligten EU-Staaten verwaltet werden. Dabei wird das System rund 20 Millionen Visa-Anfragen und 45 Anfragen zu Validierung von Visa pro Jahr verarbeiten.
Bei Tests habe das von HP für die EU entwickelte Modell gezeigt, dass es auch bei einer Datenwiederherstellung über große Entfernungen vollständig funktionsfähig bleibt. Das System wird dabei auf HP-Superdome-Servern und Intels Itanium-Prozessoren basieren, zur Verwaltung der Systeminfrastruktur und der Geschäftsprozesse soll HPs OpenView zum Einsatz kommen.
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