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Samba 4: Wenn der WLAN-Router zum Domänencontroller mutiert

Golem.de: Das Samba-Team drängt im Rahmen des EU-Kartellverfahrens gegen Microsoft auf die Herausgabe von Protokoll- und Verschlüsselungsinformationen durch Microsoft. In welcher Hinsicht könnte die Verfügbarkeit der entsprechenden Informationen die Samba-Entwicklung beeinflussen?

Lendecke: Eine entsprechende Lizenz, die die Nutzung der Informationen in freier Software erlaubt, könnte die Entwicklung von Samba deutlich beschleunigen. Im Moment hinken wir viele Jahre hinterher, weil wir einen ungleich höheren Aufwand treiben müssen, um allein aus dem Abhören des Netzwerkverkehrs die Protokollinformationen herauszubekommen.

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Golem.de: Welchen Anteil hat die eigentlich "unnötige" Analyse des Netzwerkverkehrs?

Lendecke: Das variiert stark. Laufen Netzwerkaufrufe unverschlüsselt über das Netz, geht es relativ flott. Man bekommt schnell Übung darin, diesen Hex-Dump-Output zu lesen.

Richtig haarig wird es bei Microsofts Kryptographiegeschichten: Erweiterungen für Kerberos oder Erweiterungen für andere NTLM-Authentifizierungsmethoden, bei denen der Datenstrom verschlüsselt ist. Das ist viel Arbeit und man muss lange "draufstarren". Es ist eher einer Frage der Intuition, daher lässt sich nicht abschätzen, wie groß der Anteil ist.

Golem.de: Samba ist eine der wichtigsten Komponenten, wenn es um eine Windows-Linux-Migration geht. Oft ist die Umstellung der Server auf Linux/Samba ein erster Schritt, zumal viele Nutzer gezwungen sind, bestehende NT4-Systeme zu ersetzen. Wo sind dieser Kombinationen Grenzen gesetzt, so dass kein Weg an Software von Microsoft vorbeiführt?

Lendecke: Schwierig wird es immer dann, wenn Server-Komponenten wirklich Windows-Systeme voraussetzen. Applikations-Server sind in der Regel nicht wirklich zu ersetzen. Bei Datei- und Druck-Servern und Domänencontrollern gibt es eigentlich kaum noch Probleme.

Golem.de: Vom 2. bis 4. Mai 2005 findet wieder einmal die internationale Samba-Konferenz SambaXP in Göttingen statt. Dort wird auch "Linux auf dem Desktop" ein Thema sein. Wie stellt sich der konkrete Zusammenhang mit Samba dar?

Lendecke: Die Frage ist: Wie verwalte ich die Benutzer auf den Clients und wie verteile ich die Home-Verzeichnisse? NIS und NFS sind zu unsicher, AFS als Dateisystem zu komplex. Wir sehen in cifsfs/Samba eine Alternative. LDAP ist für viele als NIS-Ersatz ebenfalls Overkill. In vielen Umgebungen ist ohnehin bereits Samba als Domänencontroller im Einsatz. Es wird in der Zukunft Erweiterungen von Samba geben, die eine absolut nahtlose Integration eines Linux-Clients in eine Samba-Domäne ermöglichen. Auch hier: Wieder eine Alternative, die aber zumindest aus unserer Sicht viele Vorteile bietet.

Samba muss sich letztendlich um die gesamte Verwaltung von Arbeitsplatzmaschinen kümmern. Das sind zwar erst einmal Windows-Maschinen, aber dieses Protokoll ist so flexibel, dass sich letztendlich damit auch Linux-Arbeitsplätze verwalten lassen.

Golem.de: Das heißt, Linux-Clients können sich an einer Domäne ebenso anmelden wie ihre Windows-Pendants und auch ihre Heimatverzeichnisse mounten? Wann wird man das nutzen können?

Lendecke: Das ist die Idee dahinter. Wir sind zwar noch nicht ganz so weit, aber da wollen wir hin, durchaus schon mit Samba 3.

 Samba 4: Wenn der WLAN-Router zum Domänencontroller mutiert

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Georg 23. Mai 2005

[...] Vorkommnis? Georg

Per Hansen 04. Mai 2005

Wie alt bist du? Hört sich seltsam an, kann aber durchaus durch deine worktdefinition...

Per Hansen 04. Mai 2005

Versuchs doch mal zur abwechslung mit konstruktiven kommentaren. Das ist bestimmt das...

/ajk 29. Apr 2005

Wäre toll wenn es IRGENDWO stehen würde.. Und zwar im Klartext! Ungefähr so: Wenn Sie mit...



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