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Samba 4: Wenn der WLAN-Router zum Domänencontroller mutiert

Golem.de: Ursprünglich war Samba nur dafür gedacht, eine Brücke zwischen Windows und Linux zu schlagen. Künftig soll die Software aber auch für Unix-zu-Unix-Verbindungen eingesetzt werden. Welche Vorteile bietet Samba hier im Vergleich zu anderen Protokollen, insbesondere NFS?

Lendecke: Es gibt im Unix-zu-Unix Bereich schlicht nichts, was wirklich skaliert, sicher und obendrein einfach zu administrieren ist. Liest man die NFSv4-RFCs, so hat man als Samba-Entwickler ein Déjà-vu nach dem anderen.

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So löst NFSv4 einige Probleme, die NFSv2 und NFSv3 haben, z.B. sauberes Caching durch Clients sowie Probleme hinsichtlich Locking und Access Control Lists. All diese Dinge sind in irgendeiner Form an Windows angenähert, insbesondere die NFSv4-ACLs sind nach den Windows-ACLs modelliert.

NFSv4 ist zumindest unter Linux auch noch nicht wirklich fertig, für CIFS gibt es bereits einen sehr gut eingeführten Server und ständig verbesserte Clients. Warum sollte man CIFS also nicht ein wenig um POSIX-Funktionen aufbohren?

Im Übrigen gilt das auch im Hinblick auf andere Funktionen: Was bei NFS Leases heißt, nennt Samba Oplocks. Zudem hat NFS nun auch Byterange Locks, die NFSv2 noch gar nicht kannte. Gleiches gilt für die Authentifizierung pro Nutzer. All dies muss ein Samba-Server ebenso wie ein NFSv4-Server unterstützen. Nun mag das CIFS-Protokoll hässlich sein, aber er verfügt bereits über all die Funktionen, die in NFSv4 dicht an die Windows-Semantik angelehnt sind.

Letztendlich muss man sich die Frage stellen, wozu es noch eines NFSv4-Servers bedarf, wenn man auch einen um POSIX-Funktionen aufgebohrten Samba-Server - in großen Teilen sind diese Funktionen schon vorhanden - zusammen mit einem sauber implementierten CIFS-Client nutzen kann.

Golem.de: Komplett umgestaltet wird auch das Prozessmodell. Ein einzelner Prozess soll künftig alle Client-Verbindungen verarbeiten können und auch eine Thread-gestützte Variante ist geplant. Inwiefern wird dies die Skalierbarkeit beeinflussen?

Lendecke: Die Thread-Variante wird nicht mehr aktiv gepflegt, da Threads prinzipbedingt langsamer sind als Prozesse. Das Ein-Prozess-Modell hingegen hat große Vorteile beim Debugging sowie für Embedded-Systeme. Das Standardmodell von Samba 4 wird jedoch dem Modell von Samba 3 sehr ähneln.

Golem.de: Was bedeutet das für die Skalierbarkeit des Ganzen?

Lendecke: Wir haben keine Probleme mit der Skalierbarkeit, zumindest nicht, was die Anzahl der Prozesse angeht. Die ganze Thread-Diskussion kommt letztendlich aus der Solaris-Ecke. Der Fork-Systemaufruf war unter Solaris jämmerlich implementiert, wie auch unter vielen anderen kommerziellen Unixen, so dass dort auf Threads gesetzt wurde.

Bei Threads muss man aber zusätzliche Arbeit im Userspace leisten, die normalerweise die CPU und die MMU übernimmt. Bestimmte Systemressourcen sind von Natur aus Single-Threaded - Speicher zum Beispiel. Fordern zwei Applikationen gleichzeitig Speicher an, gibt es ein Chaos. Es muss im Userspace also irgendeine Art von Locking implementiert werden und auch eine Koordinierung stattfinden. Dafür ist aber eigentlich die MMU einer CPU gedacht, was bedeutet, dass bei Threads Dinge in Software erledigt werden, die normalerweise die Hardware übernimmt.

Da unter Linux die Prozessunterstützung aber optimal ist, können Threads definitiv nicht schneller sein als Prozesse, das lässt sich mit Tests belegen. Andrew Tridgell hat einige Tests unter Solaris, Irix und AIX durchgeführt und dabei festgestellt, dass Prozesse auch unter AIX für bestimmte Aufrufe deutlich schneller sind.

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Georg 23. Mai 2005

[...] Vorkommnis? Georg

Per Hansen 04. Mai 2005

Wie alt bist du? Hört sich seltsam an, kann aber durchaus durch deine worktdefinition...

Per Hansen 04. Mai 2005

Versuchs doch mal zur abwechslung mit konstruktiven kommentaren. Das ist bestimmt das...

/ajk 29. Apr 2005

Wäre toll wenn es IRGENDWO stehen würde.. Und zwar im Klartext! Ungefähr so: Wenn Sie mit...



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