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Samba 4: Wenn der WLAN-Router zum Domänencontroller mutiert

Golem.de: Es soll unter anderem eine eigene LDAP-Implementierung geben, warum?

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Lendecke: OpenLDAP ist für Programmierer intern ziemlich schwierig zu handhaben. Zudem hat die OpenLDAP-Entwicklergemeinde eine gewisse Aversion gegen Nicht-RFC-konforme Erweiterungen durch Microsoft. Das Samba-Team müsste sowohl auf Netzwerkseite als auch im Datenbank-Backend von OpenLDAP umfangreiche Module bauen, um vollständig konform zu Active-Directory zu werden. Was darüber hinaus noch bleibt, ist nicht mehr so schrecklich viel.

Golem.de: Handelt es sich dabei um eine allgemeine LDAP-Implementierung oder um eine Speziallösung für Samba?

Lendecke: Im Prinzip wird man unsere LDAP-Implementierung als Ersatz für OpenLDAP verwenden können, vielleicht nicht mit allen Funktionen, die OpenLDAP bietet, aber es wird ein genereller LDAP-Server werden.

Golem.de: Wo liegen die Probleme konkret?

Lendecke: Wir müssen einerseits in Bezug auf die Authentifizierungsmechanismen Erweiterungen auf Protokollseite machen. Andererseits müssen wir den Datenbankbereich von OpenLDAP erweitern, denn wir müssen immer exakt mit dergleichen Datenbasis sprechen. Ändert ein Microsoft-Client mit einem Mechanismus ein Passwort, erwartet er, dass diese Passwortänderungen auch auf einem anderen Mechanismus sofort sichtbar werden. Replikationsgeschichten können wir uns nicht erlauben.

Daher kommen wir nicht daran vorbei, ein eigenes Datenbank-Backend zu schreiben, das mit unserer LDB-Datenbank spricht. Wenn man also auf der Protokollseite (Port 389) Änderungen machen muss, sogar auf Seiten des Datenmodells, dann bleibt von OpenLDAP nicht mehr so viel übrig, als dass man es nicht ersetzen könnte.

Golem.de: Welche anderen Vorteile wird die LDAP-Implementierung des Samba-Teams gegenüber OpenLDAP haben?

Lendecke: Wir behaupten, das Aufsetzen unserer Implementierung wird im Vergleich zu OpenLDAP sehr viel einfacher sein, aber das ist sicherlich unsere Sicht der Dinge. Das OpenLDAP-Team sagt ganz klar, es bietet eine Software von Entwicklern für Entwickler an. Der Bedarf aus der realen Welt ist für sie nachrangig, würde ich sagen.

Das zeigt sich insbesondere daran, dass sie nicht bereit sind, Microsofts Erweiterungen mitzugehen, beispielsweise was "Range Retrievals" von Attributen betrifft. Dies wird OpenLDAP so nicht unterstützen. Will man aber Active-Directory-konform sein, muss man das unterstützen. Es ist keine schöne Implementierung, löst aber ein reales Problem.

Obendrein ist der OpenLDAP-Code intern im Wesentlichen komplett undokumentiert. Es ist sehr anstrengend, Erweiterungen dafür zu schreiben.

Wir werden OpenLDAP aber immer unterstützen, wenn auch nicht unbedingt im ersten Release. Es wird definitiv möglich sein, ein existierendes LDAP-Directory als Datenbank-Backend zu nutzen. Wer also in der Firma schon eine umfangreiche Installation aufgesetzt hat, wird unsere Daten auch immer dort ablegen können.

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Georg 23. Mai 2005

[...] Vorkommnis? Georg

Per Hansen 04. Mai 2005

Wie alt bist du? Hört sich seltsam an, kann aber durchaus durch deine worktdefinition...

Per Hansen 04. Mai 2005

Versuchs doch mal zur abwechslung mit konstruktiven kommentaren. Das ist bestimmt das...

/ajk 29. Apr 2005

Wäre toll wenn es IRGENDWO stehen würde.. Und zwar im Klartext! Ungefähr so: Wenn Sie mit...


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