Auch Belkin soll Probleme mit der GPL haben (Update)
Laut Welte nutzt Belkin eine modifizierte Version des Compilers gcc-3.2.3, die einige "Broadcom-Modifikationen" enthalte. Daher müsse Belkin diese modifizierte GCC-Version mitliefern, was das Unternehmen auch tue. Nun steht aber gcc selbst auch unter der GPL, so dass Belkin eigentlich auch den Quellcode des Compilers samt der vorgenommenen Änderungen offen legen müsste. Das ist derzeit aber offenbar nicht der Fall.
"Es ist wirklich nicht unser Job, jedes Code-Fragment dahingehend zu prüfen, ob es lizenzkonform ist. Das ist ihr Job", kritisiert Welte in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster). Auch Linksys scheine ähnliche Probleme zu haben, so Welte weiter.
Mitte April 2005 hatte Welte eine einstweilige Verfügung gegen den Router-Hersteller Fortinet erwirkt. Das Unternehmen hatte nicht nur gegen die GPL verstoßen, sondern zudem versucht, durch Verschlüsselung den Einsatz von GPL-Code zu verschleiern.
Nachtrag (27. April 2005, 17:23 Uhr):
Mittlerweile konnte sich Fortinet aber gütlich mit Welte einigen. Demnach wird das Unternehmen die Lizenz für die eigenen Kunden ändern und die GPL mit allen Geräten ausliefern. Fortinet will auch den gesamten Quellcode aller GPL-lizenzierten Softwarelösungen auf Anfrage zur Verfügung stellen, verlangt dafür aber die entsprechenden Zustellgebühren. Die Partner von Fortinet sollen zudem von einer Haftung freigestellt werden.
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