IBMs "Blue Gene" unterstützt Suche nach dem Urknall
Das Blue-Gene-System verknüpft und analysiert die riesigen Datenmengen, die es von den rund 25.000 einfachen Radioantennen des Netzwerks erhält. Die Radioantennen werden über ein Glasfaser-Netzwerk mit dem Supercomputer verbunden. Dabei werden bis zu 800 Gigabit pro Sekunde berechnet, was etwa der Datenmenge von ungefähr 157 CDs entspricht. Der Supercomputer nutzt über 12.000 PowerPC-Mikroprozessoren und nimmt eine Fläche von sechs Quadratmetern ein.
"LOFAR" kann Signale aus über 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung "hören" – und lässt mit Blue Genes Auswertungen ASTRON in die Vergangenheit blicken. So sollen weitere Erkenntnisse über den Ursprung des Universums, den so genannten Urknall, gewonnen werden.
Mit einem Linpack Benchmark von 27,4 Teraflops (27,4 Trillionen Fließkomma-Rechnungen pro Sekunde) ist der IBM-Rechner der schnellste Supercomputer Europas. Zwar wird die nächste Top500-Liste (www.top500.org) der schnellsten Supercomputer erst im Juni 2005 veröffentlicht, doch würde IBM, sollte sie jetzt veröffentlicht werden, mit der Installation in Groningen auf Platz vier stehen, gab das Unternehmen an. Das System beansprucht eine Standfläche von 6 Quadratmetern, wiegt 5 Tonnen und hat einen Energiebedarf von 150 KW.
Das Blue-Gene-System soll 2006 in Betrieb genommen werden und von einem Konsortium bestehend aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen genutzt werden.
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