Abo
  • Services:

World Wide Grid: 500 MByte pro Sekunde

LCG erklimmt wichtigen Meilenstein

Das wissenschaftliche Grid-Computing hat im Rahmen des Large Hadron Collider Computing Grids einen wichtigen Meilenstein erreicht: Acht große Rechenzentren in Europa und den USA haben über zehn Tage hinweg einen kontinuierlichen Datenstrom von 500 MByte pro Sekunde ausgetauscht - insgesamt etwa ein halbes Petabyte an Daten. Wollte man diese Datenmenge über eine ISDN-Leitung verschicken, würde dies etwa 3.000 Jahre dauern.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Daten wurden vom europäischen Forschungszentrum CERN in Genf verschickt, um einen Datenaustausch zu simulieren, der ab 2007 notwendig sein wird, um die Daten des Large Hadron Collider (LHC) zu verarbeiten. Der 27 km lange, kreisförmige Teilchenbeschleuniger soll über einen Zeitraum von zehn Jahren rund um die Uhr einen Datenstrom von etwa 1.500 MByte pro Sekunde liefern.

Stellenmarkt
  1. Bayerisches Landesamt für Steuern, Nürnberg (Home-Office möglich)
  2. Autobahn Tank & Rast Gruppe, Bonn

Im LHC werden Protonen oder Bleikerne mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen, wobei Unmengen kleinerer Elementarteilchen entstehen, die Einblicke in die innerste Struktur der Materie geben sollen. Der LHC wird so zum datenintensivsten Experiment der Physik: In jeder Sekunde müssen über 100 Millionen Messdaten registriert, etwa drei Millionen GByte an Daten jährlich gespeichert und für weltweit verteilte Wissenschaftlergruppen aufbereitet werden.

Da ein einzelnes Rechenzentrum diesen Bedarf nicht mehr abdecken kann, sollen die Daten und die benötigte Rechenleistung in einer hierarchischen Schichtenstruktur über die ganze Welt verteilt und die einzelnen Standorte über eine besonders leistungsfähige Internetstruktur miteinander verknüpft werden. Der Aufbau dieser Internetstruktur ist mit einer Reihe von Meilensteinen verknüpft, von denen der zweite jetzt erreicht wurde: Für zehn Tage verteilte das CERN einen Datenstrom von 500 MByte pro Sekunde an sieben große Rechenzentren in den USA und in Europa. Der nächste Meilenstein wird für Sommer 2005 angepeilt: Dann sollen viele weitere Rechenzentren angebunden werden und ein stabiler Dauerbetrieb über drei Monate stattfinden.

Die Daten-Infrastruktur ist dabei in mehreren Schichten angelegt: Das CERN definiert als Schicht 0, wo die Experimente durchgeführt werden, wird die Daten ab 2007 weltweit auf elf Rechenzentren der so genannten Schicht 1 verteilen. Von dort laufen sie auf etwa 100 Zentren der Schicht 2, bis sie schließlich mit Schicht 3 in wissenschaftliche Institute und mit Schicht 4 auf mehrere tausend Arbeitsplätze der beteiligten Wissenschaftler verteilt sind. Die deutsche Schaltstelle für das schnellste Rechnernetz der Welt - ein Knoten der Schicht 1 - ist das Forschungszentrum Karlsruhe, das vom DFN mit einer Bandbreite von 1.250 MByte pro Sekunde vom Deutschen Forschungsnetz (DFN) angebunden wurde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

noIdea 09. Mai 2005

Das wird gar nicht alles gespeichert. War an einer Besichtigung im CERN im Januar. Die...

VonRotz 26. Apr 2005

Gar keine? Das ist ja nicht das internet2, wo jeder studenten trottel (wenn die uni denn...

Bitte Autor... 26. Apr 2005

Deswegen sag ich ja auch zurück zum guten alten LKW, damit hast Du auf einigen Distanzen...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key 2 - Hands on

Das Key2 ist das Nachfolgemodell des Keyone. Das Grundprinzip ist gleich. Im unteren Gehäuseteil gibt es eine fest verbaute Hardware-Tastatur. Darüber befindet sich ein Display im 3:2-Format. Das Schreiben auf der Tastatur ist angenehm. Im Juli 2018 kommt das Key2 zum Preis von 650 Euro auf den Markt.

Blackberry Key 2 - Hands on Video aufrufen
KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden
  2. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  3. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Grafikkarten Virtual Link via USB-C für Next-Gen-Headsets
  2. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  3. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge

    •  /