Orion: Desktop-System mit 96 Prozessoren (Update)

Das System arbeitet mit Cluster-Technik und soll die Lücke zwischen Workstation und Supercomputer schließen. Die einzelnen x86er-Prozessoren laufen mit 1,2 GHz, welche Chips zum Einsatz kommen, verrät Orion nicht, es dürfte sich aber um Transmeta-Prozessoren handeln. Für die Grafikausgabe sorgt ein Onboard-Radeon-9000-Chip mit 64 MByte eigenem Grafikspeicher.
Die Cluster-Workstations zielen auf den Einsatz am Einzelarbeitsplatz, vor allem im Büro oder Forschungslabor, ab und erreichen eine maximale Leistung von etwa 230 Gflops. Dabei können bis zu vier der Cluster-Workstation mit je 96 Prozessoren miteinander verknüpft werden. Die einzelnen Systeme umfassen acht Processor-Array-Boards mit jeweils zwölf individuellen Recheneinheiten, jeder Knoten stellt einen voll funktionsfähigen Computer mit einem eigenen X86-Prozessor, Rechen- und Speicherchips sowie einer optionalen Festplatte und Netzwerkfähigkeit dar.
Zudem verfügt das System über eine doppelt ausgelegte 10-Gigabit-Ethernet-Karte (Glasfaser) und zwölf Ports für Gigabit-Ethernet-Switching. Auch ein DVD/CD-RW-Laufwerk und eine 2,5-Zoll-Festplatte sind enthalten. Optional kann an jeden Knoten des Systems eine 2,5-Zoll-Festplatte (20 – 100 GByte) angeschlossen werden, so dass sich insgesamt eine maximale Speicherkapazität von rund 9,6 TByte ergibt. Der maximale Speicherausbau liegt bei rund 192 GByte, denn es kann pro Knoten ein DDR-Modul verbaut werden.
Das System läuft unter einer optimierten Linux 2.6.6 und basiert auf Fedora Core 2 samt GNOME als Desktop.
Das DS-96-Deskside-System von Orion Multisystems ist ab sofort verfügbar und wird zu einem Preis von rund 100.000,- US-Dollar angeboten.