Freie Rohdaten von Digitalkameras: OpenRAW-Website eröffnet
Langzeitarchivierung und Softwareunterstützung in Gefahr
Die OpenRAW Working Group hat eine Website eröffnet, die sich der Öffnung der Rohdatenformate von Digitalkameras verschrieben hat. Die Site wurde nicht zuletzt auf Grund der Probleme, die sich Nikon mit seinem Rohdaten-Format für seine Profi-Spiegelreflexkamera D2X eingehandelt hat, ins Leben gerufen.
Initiator ist der deutsche Fotograf Jürgen Specht, der sich in Japan niedergelassen hat. Die meisten Profi-Fotografen nutzen das Rohdatenformat ihrer Digitalkameras, da es ungleich bessere Ausgangsdaten für die digitale Bildbearbeitung bietet als das JPEG-Format. Leider kocht jeder Hersteller bei diesem Format, das landläufig als RAW bezeichnet wird, sein eigenes Süppchen. Nikon hatte sich zuletzt den Unmut von Software-Etwicklern und Fotografen zugezogen, weil ein Teil der Daten, die die Kamera D2X schreibt, verschlüsselt wurde.
Die OpenRAW Working Group engagiert sich für dokumentierte Rohdaten-Formate. Man befürchtet, dass ohne eine Öffnung der Formate langfristig Archive nicht mehr oder nur mit großem Aufwand gelesen werden können, wenn die Hersteller den Support einstellen. Zudem sorgen undokumentierte Formate natürlich dazu, dass die Software-Entwickler kostenaufwendig und rechtlich riskantes Re-Engineering durchführen müssen, um die Daten dennoch auslesen zu können.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Eben: deshalb kommen mir keine DVD- oder BlueRay- oder ähnliche Müllsystem-Brenner ins...