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E-Gitarre mit USB-Anschluss und LED-Griffbrett (Update)

Zu spielende Noten werden per LEDs angezeigt. E-Gitarren an Computer anzuschließen ist nichts Neues – das Instrument "Fretlight" jedoch schon. Per USB lässt die Gitarre, ganz wie bei einem Übungskeyboard, die richtigen Töne auf dem Griffbrett aufleuchten. Spielen muss man die Noten jedoch selbst.
/ Christian Klaß
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Entwickelt und vertrieben wird die Fretlight vom US-Unternehmen Optek(öffnet im neuen Fenster) . Sie ist einerseits eine herkömmliche E-Gitarre in der – aus lizenzrechtlichen Gründen – leicht abgewandelten Form und Ausstattung einer Fender Stratocaster mit Vintage-Tremolo. Gegenüber dem Original weist sie jedoch, im Stile einer "Fat Strat", neben den zwei Single-Coil-Pickups einen zusätzlichen Humbucker in der Stegposition auf. Damit dürfte sich die Fretlight auch für stärker verzerrte Sounds eignen.

Sie lässt sich über jeden herkömmlichen Verstärker spielen, erwacht jedoch erst über ein USB-Kabel mit einem PC verbunden zum Leben. Wenn ein zur Fretlight kompatibles MIDI-Programm wie M-Player oder Guitarz eine MIDI-Datei abspielt, zeigt die Gitarre über 132 LEDs die richtigen Noten an.

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Das klappt mit Akkorden oder auch einzelnen Phrasen wie bei Single-Note-Riffs oder Soli. Die Wiedergabe lässt sich dabei auch über einen optionalen Fußschalter starten oder anhalten. Den beiden Tretknöpfen können auch andere Funktionen wie eine Verlangsamung des Tempos zugewiesen werden. Mit dem USB-Interface Guitarport von Line 6, das auch Verstärkersimulationen bietet, ist die LED-Funktion der Fretlight jedoch nicht kompatibel.

Das Griffbrett der Fretlight ist nicht wie sonst üblich aus Holz, sondern aus Kunststoff gefertigt. Das Polymer soll laut Optek aber in Sound und Ansprechverhalten einem Griffbrett aus Ahorn oder Palisander in nichts nachstehen.

Die Fretlight-Software kann auch über einen MIDI-Pickup angesteuert werden, wie er sich in jede Gitarre einbauen lässt. Dann kann beispielsweise ein Lehrer über eine MIDI-Gitarre eine Phrase vorspielen und der Schüler mit der Fretlight-Gitarre bekommt dann die richtigen Noten angezeigt.

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LEDs in Griffbrettern sind nichts Neues – so setzt sie etwa der Ausnahmegitarrist Steve Vai bei seinen Konzerten schon seit Jahren als Show-Effekt ein. Bisher leuchteten jedoch starr einige Leuchtdioden, die Einbettung der Lichter in das Griffbrett und die dynamische Ansteuerung hat sich Optek daher patentieren lassen.

Die Fretlight kostet in den USA 599,- Dollar, in Europa will sie der französische Anbieter Cadamuro(öffnet im neuen Fenster) zu einem noch nicht genannten Preis vertreiben. [von Nico Ernst]

Nachtrag vom 28. April 2005:
Denis Cadamuro hat gegenüber Golem.de angegeben, dass die ersten Fretlights als schwarze oder weiße Modelle ab Mai 2005 in Europa verfügbar sein werden – für Preise ab 650,- Euro. Ein eigens zur Fretlight-Distribution eingerichtetes Unternehmen soll die blinkenden E-Gitarren aus Luxemburg verschicken.


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