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Spieletest: EyeToy Antigrav - Hoverboard-Kamera-Action

Neuer EyeToy-Titel von Harmonix. Die Begeisterung bei der Veröffentlichung von EyeToy war verdientermaßen groß, in den letzten Monaten hat sich die Euphorie allerdings deutlich abgekühlt – vor allem deshalb, weil die Dauermotivation der zahlreichen Party-Spiele doch stark zu wünschen übrig ließ und die meisten PS2-Nutzer EyeToy nur noch bei Partys hervorkramten. Sony versucht allerdings, durch halbwegs konstante Neuveröffentlichungen das Interesse an der Bewegungen aufzeichnenden USB-Kamera aufrecht zu erhalten – und bringt mit Antigrav jetzt das nächste Spiel, das vom Spieler mit seinem Körper gesteuert werden kann.
/ Thorsten Wiesner
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Antigrav ist ein futuristisches Hoverboard-Spiel, das von der Spielmechanik gelungenen Snowboard-Stunt-Titeln wie etwa der SSX-Reihe nicht allzu fern steht. Allerdings wird das eigene Board nicht mit dem Controller gesteuert, sondern dank der EyeToy-Technologie mit vollem Körpereinsatz. Gezielte Bewegungen ermöglichen es, den Hoverboarder auf dem Screen (diesmal wird nicht das eigene Gesicht bzw. der eigene Körper auf dem TV dargestellt) durch futuristische Städte zu manövrieren und diverse Tricks auszuführen.

So duckt man sich, um den Spieler in die Hocke gehen zu lassen, neigt sich nach recht und links oder springt vor Hindernissen in die Luft. Zusätzliche Bonus-Symbole können durch das Ausstrecken der Hände eingesammelt werden. Ein Bewegungs-Icon in der rechten unteren Ecke gibt stets darüber Auskunft, an welcher Stelle des Bildschirms die EyeToy-Kamera den Kopf und die Arme des Spielers erfasst hat.

So lustig das Spielprinzip klingt, so fehleranfällig ist es stellenweise leider auch – Antigrav verursacht bei der Erfassung der Körperbewegungen mehr Probleme als frühere Eyetoy-Spiele und stellt längst nicht immer alles korrekt dar; die Entwickler von Harmonix, bisher unter anderem verantwortlich für die sehr gelungenen Musik-Puzzle-Games "Amplitude" und "Frequency", hätten da wohl noch etwas nachbessern müssen.

In fünf verschiedenen Welten können Rennen gefahren und Tricks ausgeführt werden; dabei stehen acht Charaktere zur Auswahl, die über verschiedene Attribute und jeweils eine spezielle Supercombo verfügen. AntiGrav bietet die beiden Spielmodi "Tempo" und "Stil". Während beim Tempo-Modus ein Rennen gegen andere Hoverboarder in den Lüften der Großstädte ausgetragen wird, sorgen gekonnte Combos im Modus "Stil" für Punkte, mit denen sich dann Bonus-Equipment freischalten lässt.

Eben hier liegt allerdings ein weiterer Knackpunkt: Fünf Welten und zwei Modi sind nicht gerade ausreichend, um dauerhaft für Spielspaß zu sorgen. Nach den ersten Spielstunden stellt sich so schnell eine gewisse Ermüdung ein, wenn auch die hübsche Science-Fiction-Optik sowie der Soundtrack von Apollo 440 für eine stimmungsvolle Präsentation sorgen.

EyeToy: AntiGrav für PlayStation 2 ist ohne Kamera für 39,95 Euro im Handel erhältlich. Das Bundle inklusive Kamera kostet 59,95 Euro.

Fazit:
Tolle Idee, aber Mängel bei der Umsetzung – EyeToy Antigrav ist leider nicht so toll geworden, wie man gehofft hatte. Vor allem die Probleme bei der Bewegungserkennung drücken auf den Spielspaß und auch der begrenzte Umfang enttäuscht ein wenig. Zumindest verlangt Sony dafür auch keinen Vollpreis, sondern "nur" 40,- Euro – für das witzige Konzept ein akzeptabler Obolus.


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