Spieletest: Lego Star Wars - Angriff der Jedi-Klötze
Witziges Star-Wars-Spiel mit niedrigem Schwierigkeitsgrad. Videospiele unter dem Lego-Brand gab es in der Vergangenheit schon einige, meist waren diese Titel spielerisch aber nicht weiter erwähnenswert. "Lego Star Wars" allerdings, das Eidos jetzt in die Läden bringt, ist mehr als einen kurzen Blick wert – die Kombination aus Spielzeug-Klötzchen und legendärer Science-Fiction-Lizenz hat nämlich so einiges zu bieten.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Interessanterweise ist "Lego Star Wars" inhaltlich nicht strikt an einen Film gebunden, sondern beinhaltet wichtige, natürlich nachgestellte Szenen aus "Episode I – Die dunkle Bedrohung", "Episode II: Angriff der Klonkrieger" sowie der kommenden "Episode III: Die Rache der Sith" – Fans können also tatsächlich schon vor dem Start des neuen Kinofilms inhaltliche Anspielungen in einem Lego-Spiel erleben; bedenkt man, wie viel Geheimhaltung Lucas Arts sonst gerne um die eigenen Filme betreibt, eine durchaus interessante Angelegenheit.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Lego Star Wars ist prinzipiell ein Action-Adventure, in dem abwechselnd Puzzles gelöst und Kämpfe gewonnen werden müssen. Gesteuert wird immer ein Charakter, allerdings schließen sich dem Spieler in jeder Mission schnell ein oder mehrere Kompagnons an – und durch einfachen Knopfdruck kann zwischen diesen Figuren hin- und hergeschaltet werden. Das ergibt auch durchaus Sinn – nicht nur weil es natürlich witzig ist, als Obi-Wan, Yoda, Anakin Skywalker oder R2-D2 zu agieren, sondern auch, weil zum Lösen der Puzzles die Spezialfähigkeiten einzelner Personen oder auch das Interagieren von mehreren notwendig ist. Schließlich kann nicht jeder im Star-Wars-Universum schweben oder Gegenstände nur durch seinen Willen bewegen. Ein derartiges Gameplay schreit natürlich geradezu nach einem Koop-Modus – und die Entwickler von Traveller's Tales waren so nett, dem Spiel selbigen auch zu spendieren, was für zusätzlichen Spaß sorgt.
Die Action kommt aber ebenfalls nicht zu kurz, herausfordernde Endkämpfe, durchaus auch mal gegen einen Gegner wie Jango Fett oder Darth Maul, gibt es so einige. Für zusätzliche Abwechslung sorgen Passagen wie ein Pod-Rennen auf Tatooine.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Die große Besonderheit von Lego Star Wars ist natürlich, dass sämtliche Personen und Gebäude auch wirklich so aussehen, als wären sie aus Lego-Steinen modelliert worden. Hinzu kommen ein paar nette Effekte – etwa wenn Gebäude bei Zerstörungen dann auch folgerichtig in Bauklötze zerfallen. Trotzdem ist das Programm so inszeniert wie andere Star-Wars-Spiele auch – auf die typische Musik und die Theatralik der Reihe muss also keinesfalls verzichtet werden. Fans sollten den Titel somit keinesfalls als "Kinderspiel" abtun, wenn auch der Schwierigkeitsgrad so niedrig angesetzt ist, dass wohl auch Anfänger keine allzu großen Schwierigkeiten haben dürften und auch der Umfang eher gering ist.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Lego Star Wars erscheint für GBA, PS2, Xbox und Windows-PC. Zum Test hat uns Eidos leider nur die PS2-Version zur Verfügung gestellt, so dass alle hier getroffenen Aussagen nur auf eben diese Version zutreffen. Die Xbox- und PC-Versionen sollen laut Herstellerangaben aber weitgehend identisch sein. Eine PC-Demo zum Spiel ist bereits im März 2005 veröffentlicht worden.
Fazit: Lego Star Wars gehört sicherlich nicht zu den besten Star-Wars-Spielen der letzten Zeit – dafür ist die Grafik zu mittelprächtig, das Gameplay zu genretypisch, der Schwierigkeitsgrad zu niedrig. Trotzdem ist es schon äußerst witzig mitanzusehen, wie die Star-Wars-Helden in Bauklotzform den Kampf Gut gegen Böse ausfechten – eine wohltuende Abwechslung von den ewig gleich aussehenden Action-Titeln ist das hier allemal.