Böse Überraschung: DAD versendete Domain-Rechnungen

... an Unterzeichner eines Formulars für das "Deutsche Internet Register"

Viele tausend Domain-Inhaber fanden im Dezember 2004 ein Schreiben der "DAD Deutscher Adressdienst GmbH" in ihren Briefkästen. Damit wurden sie um schriftliche Aktualisierung ihrer Daten für das "Deutsche Internet Register" gebeten, wer antwortete und unterschrieb, ohne das Kleingedruckte zu lesen, erhielt Anfang dieser Woche eine böse Überraschung.

Artikel veröffentlicht am ,

Per Fax wurde damals um Rücksendung des beigefügten Fragebogens gebeten. Augenscheinlich ging es um die Aktualisierung eines so genannten "Deutschen Internet Registers". Bestätigt werden sollten die Domain-Adresse und die Rubrik, der diese Adresse zugeordnet werden kann.

Das böse Erwachen kam Anfang dieser Woche für all diejenigen, die das scheinbar harmlose Schreiben seinerzeit unterschieben haben. Für die Werbung im ominösen "Deutschen Internet Register" werden nun beachtliche 879,28 Euro berechnet. Im nächsten Jahr dürfte der gleiche Schock noch einmal folgen, denn der vermeintliche Auftrag läuft zwei Jahre.

"Allen Betroffenen ist zu raten, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten", rät Rechtsanwalt Christian Solmecke. Die Gevelsberger Kanzlei "MICHAEL Rechtsanwälte und Notare" vertritt mehrere Domain-Inhaber, die seinerzeit auf die Masche der Deutschen Adressdienst GmbH hereingefallen sind. "Das Formular war völlig verwirrend, es deutete alles darauf hin, dass lediglich eine bereits bestehende Eintragung kostenlos bestätigt werden sollte", so Solmecke weiter. Insbesondere nicht gewerbliche Domain-Nutzer hätten gute Chancen, sich gegen diese Machenschaften zu wehren.

Die Kanzlei vermeldet, dass Formulare dieser Art auch in Österreich und Großbritannien aufgetaucht seien. Obwohl die Medien damals ausführlich über den Abzockversuch berichteten, sollen dennoch viele auf die Masche hereingefallen sein. Dabei ist die Masche heute nur ausgefeilter, neu ist sie nicht: Schon 2001 verlangten die Scheinfirma "DDV - Deutsche Domain Verwaltung", die "Zentrale zur Registrierung Deutscher Web-Domains ZRW" und die "DID - Deutsche Internet Domainregistrierung" Geld für Domains, erst beim Lesen des Kleingedruckten kam teils heraus, dass es sich um ein Angebot und nicht um eine Rechnung für bereits geleistete Dienste handelte.

Die Firma DAD soll keine Unbekannte sein, schon Ende 2003 hat sie der Kanzlei zufolge Formulare verschickt, die zum Eintrag in das Deutsche Telefax Verzeichnis aufforderten. "In Schriftwahl und Farbgebung ähnelte das Schreiben sehr dem Briefkopf der Deutschen Telekom. Leider kam auch damals das böse Erwachen bei vielen Kunden erst mit der Zahlungsaufforderung", so Solmecke weiter.

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Murad... 19. Feb 2006

Sehr geehrte Damen und Herren, DAD sendet zurunseren Firma in Türeki dauernt Rechnunge...

RA Christian... 14. Mai 2005

DAD storniert Verträge - Anfechtungen erfolgreich Im Dezember 2004 erhielten tausende...

shipsi 22. Apr 2005

Seit geraumer Zeit muß ja jede ordentliche Website ein Impressum haben --- daher die...

Plonk der Honk 22. Apr 2005

das is ja mal nen richtig geiler vorschlag.... *auf den kopierer mit fax funktion schielt*



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