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EverQuest 2: Verkauf von Gegenständen bald erlaubt

SOE will ab Juni 2005 den Verkauf virtueller In-Game-Güter unterstützen. Bisher stehen Betreiber von Online-Rollenspielen eher auf Kriegsfuß mit "professionellen Spielern", die beispielsweise In-Game-Gegenstände über Auktionsportale verkaufen und damit womöglich die Spielbalance durcheinander bringen. Nun will Sony Online Entertainment ein eigenes EverQuest-2-Verkaufsportal starten, über das Spielgeld, Gegenstände und Charaktere verkauft werden dürfen.
/ Christian Klaß
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SOE-President John Smedley ließ es sich nicht nehmen, dies im offiziellen Forum(öffnet im neuen Fenster) selbst zu verkünden. Der Dienst soll im Juni 2005 unter dem Namen Station Exchange für EverQuest 2 starten und auf bestimmten Servern Verkäufe von virtuelle Waren gegen "reales" Geld ermöglichen. "Um es klarzustellen, wir wickeln nur die Transaktionen ab. Wir sind NICHT im Business virtuelle Güter selbst zu verkaufen" , so Smedley.

Smedley erwartet, dass SOE mit der Ankündigung so einige überraschen werde. Immerhin habe man in den letzten sechs Jahren derartige Dinge doch partout verboten. SOE entschloss sich nun zum Umdenken, da ein Großteil der Spieler laut Umfragen die kommerziellen Aktivitäten anderer nicht stören würde oder sie selbst daran beteiligt wären. SOE glaube, dass es sich weltweit um einen 200-Millionen-Dollar-Markt handle und man wolle mit dem Dienst eine Lösung für alle Beteiligten bieten.

Vor allem gehe es aber darum, Betrügern das Leben schwerer und es dem eigenen Kundendienst leichter zu machen – allein 40 Prozent der Zeit müsse sich der Kundendienst bisher mit Transaktionen und Betrugsfällen herumschlagen. Spieler würden ständig anrufen oder den In-Game-Service wegen Derartigem bemühen, obwohl diese Transaktionen per EULA explizit verboten wären. Viele Spieler würden entsprechend nicht ganz bei der Wahrheit bleiben und etwa behaupten, ein Gegenstand wäre einfach aus ihrem Inventar verschwunden, obwohl sie diesen verkauft haben, so Smedley.

Zu guter Letzt sieht Smedley im Vertrieb virtueller Güter ein interessantes Modell für künftige Spiele. "Wenn wir mit einem sich speziell um diese Art von Transaktionen drehenden Spiel aufwarten, könnte das ziemlich cool sein. Online-Gaming entwickelt sich ständig und wir werden sehen, wie sich ein sanktionierter Tauschservice in EQ2 machen wird" , so der SOE-Chef.

In der kommenden Woche will SOE im Spiel nachfragen, ob man auf einem "exchange enabled"-Server spielen will, davon Abstand nimmt oder ob es einem egal ist. Auf Basis dieser Umfrage werde man eine bestimmte Menge neuer Server einrichten, die mit Station Exchange genutzt werden können. Nur wenn es genügend Interesse gibt, sollen auch bestehende Server für Transaktionen freigeschaltet werden. Wer wechseln will, kann dies beantragen. Allerdings könnten auf einem "exchange enabled"-Server liegende Charakter nie wieder zu einem normalen Server transferiert werden. Ein Ausnahme stellen zum "exchange enabled"-Server gewandelte normale Server dar: Wer hier nicht bleiben will, darf wechseln.

Einen Warnschuss feuerte SOE in Richtung allzu professionell agierender Spieler, wie sie zum Teil in Asien beschäftigt sind und die im Team bestimmte Spielgegenden "abernten", also so genanntes "Farming" betreiben und damit normalen Spielern den Spielspaß vermiesen. "[...] wir werden unsere Regeln für EverQuest 2 weiter streng durchsetzen, und diese Regeln erlauben es Spielern nicht, Spawn-Punkte zu monopolisieren oder den Spielspaß anderer Spieler in welcher Art auch immer zu beeinträchtigen" , betonte Smedley. Letztendlich erwartet er, dass eine durch Spieler gebotene legitime Möglichkeit untereinander virtuelle Güter zu verkaufen, die Probleme auch auf Servern minimieren zu können, die weiterhin keinen Verkauf dulden.


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