Unabhängige Online-Plattform für digitale Schriftkultur
Zwar bieten moderne Computerbetriebssysteme den Zugang zu den unterschiedlichsten Zeichensystemen, darunter Griechisch, Kyrillisch, Hebräisch, Arabisch, Thai, Chinesisch oder Braille sowie diverse Sonderzeichen, wie diese im Einzelfall verwendet werden, erschließt sich dem Anwender aber kaum: Setzt man Yen vor oder nach der Summe? Lässt sich das @-Zeichen auch für etwas anderes als die E-Mail-Adressen verwenden?
Entwickelt wurde decodeunicode an der Fachhochschule Mainz unter der Leitung von Professor Johannes Bergerhausen zusammen mit der Diplom-Designerin Siri Poarangan. Fachwissen soll so gezielt gebündelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Den Grundstein von decodeunicode bilden Forschungsergebnisse der Fachhochschule Mainz, die im Rahmen von Seminaren des Studiengangs Design in den Fächern Typografie und Buchgestaltung erarbeitet wurden.
Decodeunicode positioniert sich dabei als Open-Science-Projekt, das gezielt auf die Partizipation der Online-User baut. Die Eingabe der Informationen soll nach dem Wiki-Prinzip erfolgen. Zur Qualitätssicherung werden die Beiträge zu den einzelnen Zeichensystemen zusätzlich von Moderatoren betreut, die bei Bedarf auch einzelne Beiträge löschen können.
Speziell für Schriftgestalter will decodeunicode mit der Rubrik "TypeDesign-Guidelines" ein Forum mit wertvollen Tipps zur Gestaltung einzelner Zeichen bieten.
Die Plattform soll im Mai 2005 unter www.decodeunicode.org(öffnet im neuen Fenster) mit Abbildungen und Namen zu mehr als 50.000 Zeichen online gehen.



