3D-LCD von Toshiba mit verfeinertem Linsensystem

Mehr gleichzeitige Bildansichten und höhere Auflösung

Einen Durchbruch in der Entwicklung von 3D-LCDs vermeldete Toshiba und will mit einer neuen Linsentechnik eine deutlich ausgefeiltere räumliche Darstellung ermöglichen. Das "Flatbet 3-D Display" wird liegend platziert und soll für darum gruppierte Personen aus dem Bildschirm ragende Gegenstände simulieren.

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Konzept und Anwendungsgebiete
Konzept und Anwendungsgebiete
Wie bei aktuellen 3D-LCDs wie sie etwa von X3D gefertigt werden, wird auch die Technik von Toshiba ohne 3D-Brillen auskommen und gleichzeitig mehrere räumliche Ansichten darstellen. Während X3Ds acht verschiedene horizontale Perspektiven liefert, um daraus je nach Betrachtungswinkel die verschiedenen Ansichten zu präsentieren, sind es bei Toshiba zehn oder mehr Ansichten. Beim Toshiba-Prototypen kommen 12 oder 16 zum Einsatz, die entweder in Echtzeit generiert oder als Video abgespielt werden können.

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Toshibas komplexeres Linsensystem wird per Folie auf das LCD aufgebracht. Die hauchdünnen Mikrolinsen sitzen vor den Pixeln des LCDs und sorgen dafür, dass Zuschauer bei bestimmten Betrachtungswinkeln nur bestimmte Pixel bzw. nur zwei der bis zu 16 gleichzeitig dargestellten leicht unterschiedlichen 2D-Bilder sieht. Dank der größten Anzahl darstellbarer Perspektiven soll die Darstellung des Toshiba-Prototypen die der aufrecht betriebenen Konkurrenzsysteme übertreffen.

Die dreidimensional wirkende Darstellung soll einige Zentimeter aus dem 3D-LCD ragende Gegenstände ermöglichen. Dabei soll die 3D-Darstellung bei einem Betrachtungswinkel des liegend - etwa auf einem Tisch - platzierten Geräts von bis zu 30 Grad und aus mehr als 30 cm Entfernung funktionieren sowie für den Betrachter nicht anstrengend, sondern natürlich anzusehen sein. Toshiba zufolge eignet sich die Technik für Spielhallenautomaten, Lernsysteme, die Gebäude- und Landschaftssimulation sowie gar für die plastische Darstellung von Speisen in Restaurants.

Dafür benötigt werden hochauflösende LCDs, von deren eigentlicher Auflösung dank der gleichzeitigen Darstellung der vielen für den 3D-Effekt benötigten Einzelbilder nur ein Bruchteil übrig bleibt. Mit seinen aktuellen 24- und 15,4-Zoll-Prototypen will Toshiba eine effektive Auflösung von 480 x 300 Pixeln erreichen, was etwa um das 1,5fache über der von "konventionellen" 3D-Displays liege.

Bis zur Marktreife will Toshiba seine Displaytechnik auch noch berührungsempfindlich machen. Seine auf der neuen Linsentechnik basierenden und auf der "The 1st Display 2005 International FPD Expo" (20. bis 22. April 2005) in Tokio erstmals zu sehenden Displays will das Unternehmen später als Paket aus Hardware und der nötigen Softwarelösung zur Entwicklung eigener Anwendungen anbieten. Bis dahin muss man aber noch zwei Jahre warten, so die Pläne von Toshiba.

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fatalmystic 20. Apr 2005

wir reden hier von 3d bildern, da sind wir noch nicht ganz so weit.... aber du kannst es...

stareagle 19. Apr 2005

Es gab da mal einen Film von einem gewissen Herrn Lucas, da war in einem bestimmten...

pfrrt.. 19. Apr 2005

..eine ähnliche idee hatte ich letzes jahr auch schon, wenn auch nur rein theoretisch mit...

Donny 19. Apr 2005

super Technik, und sowas schon in 2 Jahren?! Allerdings erscheint mir der Begriff 3D-LCD...

domo arigato... 19. Apr 2005

Die Austellung der Speisen in "3D" hat in japanischen Restaurants Tradition. Allerdings...



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