Spieletest: The Bard's Tale - Alter Name, neues Spiel

Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt und kaum der Rede wert: Eine Prinzessin wird entführt und ein zynischer, überhaupt nicht an Abenteuern interessierter Barde muss los, um sie zu befreien. Natürlich warten in den Leveln der Fantasy-Welt allüberall Horden von Wölfen, Goblins oder Druiden, die nach und nach aus der Draufsicht geplättet werden müssen, wobei neben einem Bogen auch eine ganze Reihe von Nahkampfwaffen wie Schwerter und Äxte zur Verfügung stehen.
Die meiste Zeit ist man dann auch wirklich mit der Action beschäftigt und metzelt sich durch die Kontrahenten. Erfolge führen zum Aufwerten des eigenen Charakters, zudem hinterlassen Gegner Silbermünzen, die sich in einigen Shops in neues Equipment investieren lassen. Das Inventar-Management ist extrem simpel gehalten – Updates werden automatisch aufgenommen, nicht gebrauchtes Zubehör wird sofort versilbert. Ein bisschen Magie gibt es ebenfalls – per magischer Laute wird ein Gefährte heraufbeschworen, und auch eine Selbstheilung ist so möglich.
Gefallen dürfte das Spiel vor allem Rollenspiel-Neulingen: Der Spielverlauf ist sehr linear, die Kämpfe sind zwar fordernd, aber immer fair, und die Nebenquests sind auch immer recht überschaubar, so dass kaum mehr als 15 Stunden zum Durchspielen gebraucht werden.
Recht hübsch sieht das Spiel übrigens sowohl auf der PlayStation 2 als auch auf der Xbox aus, hier tut sich also keine Version besonders hervor. Die Umsetzung für PC lag uns zum Testzeitpunkt leider noch nicht vor – sie erscheint erst Anfang Mai 2005.
Fazit:
Die Neuauflage von The Bard's Tale wartet zwar mit einigen spitzzüngigen und witzigen Genre-Anspielungen auf, ist prinzipiell aber ein ganz normales Action-RPG ohne allzu große Überraschungen, aber mit solidem und hübsch anzusehendem Gameplay. Die Klasse eines Baldur's Gate: Dark Alliance verfehlt man allerdings knapp.



