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Deutsche Spieleentwickler fürchten um Finanzierungsquellen

G.A.M.E.-Verband: Wegfall gefährdet die deutschen Spieleentwickler

Der deutsche Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (G.A.M.E.) fordert Regierung und Opposition auf, die geplante Abschaffung von Medienfonds zu überdenken. "Der Wegfall der Fonds gefährdet die deutschen Spieleentwickler, denn damit bricht die zurzeit chancenreichste Finanzierungsquelle weg", kritisiert André Blechschmidt, stellvertretender Vorstand des G.A.M.E. und zugleich Geschäftsführer des Berliner Spielestudios Radon Labs.

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Konkret geht es dem G.A.M.E. um Fonds, mit denen Projekte in Deutschland oder Europa finanziert werden. "Es wirkt eigentümlich, dass die Politik einerseits prüft, wie sie die Entwicklung von Computerspielen fördern kann - andererseits eine Quelle für Erfindung, Produktion und Fortschritt trocken legt", betont Claas Oehler, Geschäftsführer Recht des Verbandes. "GAME-Fonds sind wichtig, weil es für teure weltweit vermarktbare Produktionen derzeit in Deutschland leider keine Alternativen gibt. Die wenigen verbliebenen deutschen Publisher sind kaum in der Lage, Produktionsbudgets von mehr als 1,5 Millionen Euro vorzufinanzieren."

Außerdem seien die Spieleentwickler in mancher Hinsicht stärker als die Filmbranche von der Abschaffung der Medienfonds betroffen. Oehler weiter: "Der Staat unterstützt dort durch Filmförderungen. Es fehlt bislang an einer vergleichbaren Unterstützung für Computerspiele in Deutschland. Entwickler, die hier auch in Zukunft produzieren möchten, haben es so im internationalen Wettbewerb immer schwerer. Andere Staaten unterstützen ihre Entwickler längst mit Steuervorteilen und Zuschüssen - zum Beispiel China mit 850 Millionen Euro." Auch in Frankreich, Großbritannien und Kanada gibt es eine starke finanzielle Unterstützung für Spieleentwickler.

Es bestehe die Gefahr, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird, heißt es seitens des Verbandes. Projekte, die wirklich hier in Deutschland oder Europa hergestellt werden, sollten über Fonds finanzierbar bleiben. Andere Länder würden dies über so genannte National-Spent-Klauseln abwickeln, die auch in Deutschland zweckmäßig wären. Ein erheblicher Anteil der steuerbegünstigten Fondsgelder würde dann zum Staat zurückfließen. Man könne sich zudem auch eine European-Spent-Klausel vorstellen.

An einer europäischen Lösung komme man laut G.A.M.E. möglicherweise nicht vorbei, aber der Effekt käme dem Angestrebten noch sehr nahe. Die deutschen oder europäischen Game-Fonds würden steuerlich nicht zu den größten Posten zählen. Dennoch sei diese Art von Fondfinanzierung einer der wichtigsten Antriebe zur Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen in diesem Zukunftsmarkt, so der G.A.M.E. abschließend in einer Mitteilung.

Deutsche Spieleentwickler fürchten um Finanzierungsquellen 
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Blindside 18. Apr 2005

Welche denn?

nf1n1ty 17. Apr 2005

Ich danke für die Aufklärung ^^

asdasdasdasdasd... 16. Apr 2005

Ok, spellforce 3. Quartal 2003 erschienen. Bei einer durchschnittlichen Entwicklungszeit...

kermit 15. Apr 2005

Wenn es gut läuft, dann ist es klar der Erfolg von ganz tollen Entwicklern und natürlich...

tachauch 15. Apr 2005

Der Staat erhebt weniger/keine Steuern auf Erträge die aus bestimmten kulturellen...


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