Sicherheitslücke in OpenOffice.org 1.1.x und 2.x

Das Sicherheitsleck betrifft OpenOffice.org 1.1.0 bis 1.1.4 sowie die Beta-Version von OpenOffice.org 2.0 und erlaubt einem Angreifer, über ein manipuliertes Word-Dokument die Office-Suite gezielt zum Absturz zu bringen. Der dafür verantwortliche Programmfehler schreibt beim Öffnen eines entsprechend präparierten Doc-Dokumentes Daten in falsche Speicherbereiche, so dass die Office-Applikation abstürzen kann. Theoretisch ist es darüber auch möglich, präparierten Programmcode auszuführen.
Das OpenOffice.org-Team stellt allerdings keine Setup-Routine zur Einspielung des Patches bereit, so dass der Patch manuell in das passende Verzeichnis kopiert werden muss. Über die Download-Seite(öffnet im neuen Fenster) erhält man den Patch, indem man nach Auswahl des Betriebssystems im Versionsbereich "1.1.4 SecPatch" auswählt. Je nach Betriebssystem trägt die auszutauschende Datei einen anderen Namen.
Der Hersteller empfiehlt, vor dem Update ein Backup der zu überschreibenden Datei anzulegen. Für den Austausch der Datei muss man als Administrator angemeldet sein und OpenOffice.org darf nicht laufen. Auch der Schnellstarter muss vorher beendet werden. Die heruntergeladene Datei muss dann in das Verzeichnis "program" einer OpenOffice.org-Installation kopiert werden.
Der bereitgestellte Patch eignet sich für die Versionen OpenOffice.org 1.1.0 bis 1.1.4 sowie für die Beta-Version von OpenOffice.org 2.0 und steht für alle unterstützten Plattformen zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. In OpenOffice.org 1.1.5 und den kommenden Beta-Versionen von OpenOffice.org 2.0 (ab der Version 1.9.95) werden die Entwickler das Sicherheitsloch beseitigen.