Roadmap: Pentium D kommt Ende Mai 2005
In ihren "Roadmaps" informieren die Halbleiterhersteller ihre direkten Kunden, also Komponenten- und PC-Hersteller, frühzeitig über neue Produkte und Trends. Diese vertraulichen Papiere gelangen aber immer wieder an die Öffentlichkeit. Die darin enthaltenen Informationen, insbesondere zukünftige Preise, können sich beim Vollzug von Preisänderungen aber noch geringfügig ändern – ebenso wie die genauen Termine für neue Produkte.
Dennoch sind inbesondere Intels Roadmaps in der Regel recht zuverlässig. Aus der aktuellen Ausgabe des Papiers geht hervor, dass Intel sich mit der Markteinführung seiner ersten Dual-Core-Prozessoren gewaltig sputet. Zwar gibt es noch keinen Termin für den "Pentium 840 Extreme Edition", der bereits in zahlreichen Vorabtests durch das Web geistert. Aus den "gewöhnlich gut informierten Kreisen" ist jedoch zu hören, dass die CPU noch im April 2005 auf den Markt kommt – und in der Roadmap ist sie mit dem inzwischen klassischen Extrem-Preis von 999,- Dollar verzeichnet.
Der extreme 840 bringt außer HyperThreading keine Features mit, die nicht auch die neue Linie des "Pentium D" unterstützen würde. Wie bereits offiziell angekündigt, werden diese Prozessoren mit Modellnummern von 820 bis 840 und Takten von 2,8 bis 3,2 GHz auf den Markt kommen. Interessant sind jedoch vor allem die vorläufigen Preise der Roadmap:
| Prozessor | Takt | vorläufiger Preis |
| Pentium D 840 | 3,2 GHz | 530 US-Dollar |
| Pentium D 830 | 3,0 GHz | 315 US-Dollar |
| Pentium D 820 | 2,8 GHz | 240 US-Dollar |
Diese drei Prozessoren will Intel der Roadmap zufolge am 22. oder 29. Mai 2005 in den Markt einführen. Besonders der Pentium D 830 erscheint hier recht interessant, kostet er doch rund 80 Dollar weniger als die beiden Single-Core-Ausgaben des Pentium 4 mit 3,4 GHz. Wer stark "gethreadete" Anwendungen einsetzt und bei Spielen nicht das letzte Quäntchen Performance braucht, dürfte damit gut fahren. Einige Monate nach der Markteinführung könnte sich dieses Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch wieder ändern, denn wie berichtet , plant Intel dann deutliche Preissenkungen für die 600-Serie des Pentium 4, die 500er-Serie wird damit schnell aus dem Markt verdrängt.
Was bisher über die ebenfalls noch für 2005 versprochene Virtualisierungstechnik Vanderpool spekuliert wurde, scheint sich nun zu bewahrheiten: Sie ist wohl auch in den aktuellen 600-Prozessoren vorhanden, aber abgeschaltet. Laut der Roadmap will Intel noch im zweiten Quartal, aber zu einem ungenannten Datum, 600er-CPUs auf den Markt bringen, die Vanderpool unterstützen.
Damit steht Intels Angebot für schnelle Desktop-CPUs 2005 ziemlich klar da – massive Taktsteigerungen sind bisher nicht geplant, können aber auch nicht ausgeschlossen werden. Selbst der Pentium D soll erst mit seinem Nachfolge-Core "Presler" im ersten Quartal 2006 auf 3,4 GHz beschleunigt werden. Da Presler aber mit Strukturbreiten von 65 Nanometern gefertigt wird, bringt Intel dann für jeden Core 2 MByte Level-2-Cache auf dem Die unter. Der Pentium D und auch die Extreme Edition 840 verfügen bisher nur über 2x1 MByte. Presler durchbricht dann erstmals auch das von BMW geborgte Nummerierungsschema der Intel-Prozessoren: Er wird Nummern nach dem Schema 9xx tragen.
| Prozessor | Takt |
| Pentium D "Presler" 95x | 3,4 GHz |
| Pentium D "Presler" 94x | 3,2 GHz |
| Pentium D "Presler" 93x | 3,0 GHz |
| Pentium D "Presler" 92x | 2,8 GHz |
Vielleicht hat sich Intel ja diesmal von Porsche inspirieren lassen. Ein Modell "911" ist jedoch noch nicht vorgesehen. [von Nico Ernst]
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