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Kostenloser Video-Upload bei Google

Privat gedrehtes Videomaterial wird über Googles Suchmaschine erreichbar. Google bietet ab sofort eine Upload-Möglichkeit für Videodaten, die sich dann über den noch im Beta-Test befindlichen Suchdienst Google Video zu einem späteren Zeitpunkt finden lassen. Damit will Google Privatnutzern die Möglichkeit bieten, selbst gedrehtes Videomaterial einer breiteren Öffentlichkeit – auch gegen Gebühren – zur Verfügung zu stellen. Für den Suchmaschinenprimus wäre denkbar, dass dadurch Video-Blogs ins Leben gerufen werden.
/ Ingo Pakalski
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Mit der Video-Upload-Möglichkeit(öffnet im neuen Fenster) will Google vor allem Privatpersonen und kleine Firmen ansprechen, die so die Möglichkeit erhalten, selbst gedrehtes Videomaterial einer breiteren Nutzerschaft zur Verfügung zu stellen. Das Videomaterial kann man entweder kostenlos anbieten oder man verlangt für das Betrachten eine Gebühr, von der Google dann einen Anteil zur Kostendeckung des Dienstes einbehält. Google selbst empfiehlt aber, seine Videos kostenlos bereitzustellen, weil dies automatisch eine höhere Verbreitung bringe.

Zum Hochladen der Videos müssen einige technische Hürden genommen werden. So bietet Google nur eine Windows-Software, die das Hochladen der Videodaten übernimmt, so dass Nutzer anderer Betriebssysteme den Dienst nicht verwenden können. Außerdem muss man über einen Breitband-Internet-Zugang verfügen und sich – falls noch nicht geschehen – einen Google-Zugang zulegen. Die Google-Dienste Google Groups, Google Alerts oder auch Gmail lassen sich ebenfalls nur über einen solchen Google-Zugang vollständig nutzen.

Google verarbeitet nach eigener Aussage Videodaten in allen verbreiteten Formaten, empfiehlt aber die Bereitstellung in den Formaten MPEG4 oder MPEG2 jeweils mit einer MP3-Tonspur. Die Videodateien sind weder in Größe noch in der Menge beschränkt, so dass man beliebig viele Videos in jedweder Größe auf die Google-Server laden kann.

Zudem darf man nur Videomaterial hochladen, an dem man selbst alle notwendigen Rechte wie Urheberrecht, Markenrechte oder Ähnliches besitzt. Das Urheberrecht verbleibt dabei bei der betreffenden Person und geht nicht etwa auf Google über. Ferner darf das Video keine pornografischen oder obszönen Inhalte aufweisen. Google prüft, ob die genannten Bedingungen erfüllt werden, bevor Daten in die Videosuche integriert werden.

Derzeit können bei Google hochgeladene Videos aber noch nicht über die Spezialsuche Google Video erreicht werden. Anscheinend will Google zunächst Material sammeln, bevor dieses in die Suche integriert wird. Wann auch die Suche nach Videos möglich sein wird, gab der Hersteller noch nicht an. Ist die Videosuche nutzbar, werden Videos aber weiterhin nicht unmittelbar über die Suchmaschine erreichbar sein, weil Google in jedem Fall das Material zuvor prüft.

Wer bereits jetzt Videodaten bei Google hochlädt, wird per E-Mail darüber informiert, sobald die eigenen Daten in die Videosuche integriert sind. Auch wenn sich die Videodaten nicht von Google verwenden lassen, gibt es eine E-Mail-Benachrichtigung. Lädt man ein Video hoch, können verschiedene Daten angegeben werden, damit das Videomaterial leichter gefunden wird. Letztendlich bestimmt aber wohl Google, mit welchen Suchbegriffen das Video in die Suche integriert wird. Zudem kann eine URL mit einem Video verknüpft werden, so dass man aus der Google-Suche heraus auf die betreffende Webseite gehen kann.

Sobald die hochgeladenen Videos in Googles Suche integriert wurden, können Nutzer danach suchen und sich eine Vorschau ansehen oder aber das komplette Video betrachten. Je nach den Bestimmungen des Rechteinhabers können die Videos kostenlos oder gegen Entgelt angeschaut werden.

Die Angaben zu bereits über Google Video erreichbaren Videodaten können auch nachträglich jederzeit verändert werden. Auch kann ein Video aus dem Index jederzeit entfernt werden. Jegliche Änderungen werden aber erst gültig, wenn die betreffenden Angaben abermals von Google überprüft wurden.

Im Januar 2005 wurde Google Video gestartet, womit sich der Inhalt von TV-Sendungen durchsuchen lässt. Die Suchmaschine durchforstet dafür die mit einer Sendung übertragenen Untertitel, weshalb diese für eine Suche zwingend erforderlich sind. Bei gefundenen Treffern erhält man ein Standbild des betreffenden TV-Programms und einen Ausschnitt des entsprechenden Untertiteltextes, der auf das Suchwort passt. Durch die Upload-Funktion werden die Möglichkeiten von Google Video ausgeweitet und man wird darüber dann auf diverses Videomaterial zugreifen können.


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