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Bericht: ATI plant Notebook-Treiber für jedermann

Spezifische Treiber vom Notebook-Hersteller nicht mehr nötig. Einem Bericht des Inquirer zufolge plant ATI demnächst Treiber für seine in Notebooks verbauten Grafikchips für jedermann zum Download anzubieten. Damit wären die Anwender nicht mehr von der Gnade der Notebook-Hersteller oder von inoffiziellen, umgebastelten Treibern abhängig.
/ Christian Klaß
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Bisher bieten sowohl ATI wie Nvidia selbst keine Treiber für Notebooks an. Wer auf den Webseiten der Hersteller danach sucht, erhält den Hinweis, beim Notebook-Lieferanten nachzufragen. Dafür gibt es zum Teil gute Gründe. So verbauen die Notebook-Hersteller zum Teil Speicherchips mit unterschiedlichen Timings, die auf dem Mainboard oder auch einem Grafikmodul sitzen können. Per Software ist es dann sehr schwierig, die richtigen Timings festzustellen.

ATI wagt einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) des Inquirer zufolge nun einen Vorstoß. Demnach sollen bereits erste Betas eines "mobile Catalyst"-Treibers existieren. Die Software soll zwar in der Version den Desktop-Catalysts hinterherhinken, von ATI aber regelmässig aktualisiert werden. Anscheinend plant ATI hier also eine regelmässige Versorgung mit Treibern, wenn auch dem Bericht zufolge bisher nur für Windows XP.

Die deutsche ATI-Niederlassung wollte gegenüber Golem.de den Bericht des Inquirer nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. Sinnvoll erscheint ein solches Vorgehen aber allemal, selbst wenn ATI die Funktionsfähigkeit möglicherweise auch nur für eine bestimmte Reihe von Notebooks garantieren will. Gut möglich auch, daß ATI hier zunächst an die MXM-Module denkt, bei denen ein Identifizierung der Hardware per Software ausdrücklich vorgesehen ist.

Nvidia hat derzeit keine derartigen Pläne für einen Universal-Treiber, dürfte aber bald nachziehen, falls ATI sein neues Treiberprogramm wirklich auflegt. Derweil können bei den Notebook-Grafiktreibern im Stich gelassene nur auf modifizierte Treiber – wie etwa die Omega Drivers(öffnet im neuen Fenster) – setzen, die meist unmittelbar nach den offiziellen Desktop-Treiberpaketen erscheinen und um Notebook-Grafikchip-Unterstützung erweitert wurden. [von Nico Ernst]


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