Bauteile mit funktioneller Tinte ausdrucken

Fraunhofer-Forscher zeigen Metalldrucker für unterschiedliche Materialien

Das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen zeigt auf der Hannover Messe einen Metalldrucker, mit dem sich dreidimensionale Metallteile im Rapid-Manufacturing-Verfahren zügig ausdrucken lassen. Die Zusammensetzung des Materials kann dabei variiert werden.

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Bei dem Verfahren wird kein Material abgetragen, sondern die zu fertigenden Teile Schicht für Schicht aufgebaut. Zunächst trägt die Maschine eine dünne Lage Stahlpulver auf einer Unterlage auf, anschließend sprüht ein Druckkopf Bindemittel in der gewünschten Form darauf und eine Heizlampe verfestigt es. Dann macht sich der Drucker an die nächste, typischerweise 0,1 Millimeter dünne Schicht. So wächst das Werkstück langsam in die Höhe und am Ende des Prozesses steht ein Bauteil aus verklebtem Stahlpulver, das bereits die gewünschte Form besitzt.

Im nächsten Schritt wird das Teil knapp unterhalb des Schmelzpunkts gesintert: Das Bindemittel zersetzt sich und die Pulverkörner verschmelzen miteinander, so dass ein Bauteil mit einer Dichte von bis zu 98 Prozent entsteht. Die gleichzeitig stattfindende Schrumpfung soll leicht durch eine vorherige Vergrößerung kompensiert werden können.

Mit Hilfe von Bindemitteln, die kleinste Partikel enthalten, können Forscher vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen nun zusätzliche Funktionen in die Bauteile integrieren. Beispielsweise dürfen Werkzeugeinsätze oder Prägewerkzeuge für Bleche nicht zu spröde und daher möglichst nur an der Oberfläche hart, im Inneren dagegen eher zäh und weicher sein.

Dies konnten die IFAM-Forscher durch den Einsatz eines zweiten Druckkopfes erreichen und so auf einen separaten Härtungsschritt verzichten. Nur an bestimmten Stellen der Schichten bringt der zweite Druckkopf ein Gemisch von Bindemittel und feinst verteiltem Kohlenstoff auf. Beim späteren Dichtsintern entstehe nur dort ein härterer Stahl.

Im Prinzip sollen sich aber auch Teile bauen lassen, die auf jeder Seite aus einem unterschiedlichen Metall bestehen.

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