Spieletest: Mario Party 6 - Gamecube-Brettspiel mit Mikro
Neue Minispiele jetzt zum Teil mit Spracherkennung. Praktisch im Jahresrhytmus bringt Nintendo mittlerweile Neuauflagen der Mario-Party-Reihe heraus, was natürlich ein Bisschen auf Kosten des Spielspaßes geht – so witzig die Idee des virtuellen Brettspieles auch ist, die Innovationen ließen zuletzt doch etwas zu wünschen übrig. Das war dann wohl auch der Grund dafür, dass diesmal gleich zusätzliche Hardware mit dem Spiel ausgeliefert wird: Jeder Packung liegt ein kleines Mikrofon bei, das an den Gamecube angeschlossen wird.
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Das grundsätzliche Spielprinzip ist natürlich mal wieder das alte: Auf verschiedenen, witzig gestalteten Spielbrettern wird mit bis zu insgesamt vier Spielern gewürfelt und dann dementsprechend viele Felder vorgezogen. Dabei sammelt man einerseits Münzen ein, ist andererseits aber vor allem auf der Jagd nach den wichtigen Sternen, die an wechselnden Stellen des Spielfeldes erscheinen und einen Schritt für Schritt dem Sieg näher bringen.
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Haben alle vier Charaktere gewürfelt, wird per Zufallsprinzip ein Minispiel gestartet, in dem dann zusätzliche Münzen verteilt werden. Jede meist weniger als eine Minute dauerende Herausforderung wird vor dem Beginn kurz erklärt, allerdings ist das Ganze meist recht offensichtlich und einfach – da finden etwa Rennen statt, man muss Linien zeichnen, Objekten ausweichen, eine Kanone bedienen oder Snowboard-Sprünge ausführen. Die leichte Zugänglichkeit sorgt einmal mehr dafür, dass der Titel immens familientauglich ist; zudem wurde wieder Wert auf eine ausgewogene Mischung aus Glück und Können gelegt, wer alle Minispiele bereits kennt, gewinnt also trotzdem nicht automatisch.
Das angesprochene Mikrofon kommt ebenfalls bei einer Reihe von Minispielen zum Einsatz, die per Spracherkennung gesteuert werden. Das funktioniert nicht nur recht gut, sondern ist natürlich gerade in der Gruppe auch recht witzig, wenn mehrere versuchen, die richtige Antwort oder den jeweils passenden Befehl zur Steuerung der eigenen Figur zu rufen. Ebenfalls neu ist der Tageszeitenwechsel, der im Spielverlauf Veränderungen des Spielbrettes nach sich zieht und für einige Überraschungen sorgt.
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Zwar ist auch diesmal wieder ein Story-Modus im Ein-Spieler-Modus enthalten, wirklich witzig ist aber auch Mario Party 6 nur zu mehreren – Solo-Spieler kommen kaum auf ihre Kosten, der Wettkampf gegen drei Computer-Gegner ermüdet doch schnell. Schade ist auch, dass Nintendo in technischer Hinsicht kaum etwas verbessert hat: Die Grafik sieht keinen Deut besser als bei Mario Party 5 und die Hintergrundmusik kommt einem stellenweise auch schon bekannt vor.
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Mario Party 6 ist inklusive Mikrofon im Handel zum Preis von knapp 60,- Euro erhältlich. Das Spiel erscheint exklusiv für den Gamecube.
Fazit: Dank des Mikrofons bekommt das mittlerweile nicht mehr ganz taufrische Spielprinzip von Mario Party einen gehörigen Schub, für viel Spielspaß in der Gruppe ist also gesorgt. Prinzipiell sind die Unterschiede zum Vorgänger ansonsten aber nur marginal – Fans des virtuellen Brettspieles können also zugreifen, wer Mario Party aber bisher nicht mochte, wird sich auch diesmal kaum überzeugen lassen.