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Microsoft Encarta wird zum Wiki

Microsoft wandelt auf Wikipedias Spuren. Microsoft orientiert sich offenbar an der Wikipedia was das eigene Nachschlagewerk Encarta angeht. Zumindest kündigte Aaron Patterson, Program-Manager im MSN-Encarta-Team jetzt an, künftig verstärkt auf Beiträge der eigenen Nutzer setzen zu wollen.
/ Jens Ihlenfeld
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Einen gewissen Respekt gegenüber der Wikipedia ließ auch Britta Best, bei Microsoft für das Produkt-Marketing der Encarta zuständig, kürzlich im Interview mit Golem.de erkennen. Das Grundprinzip will Microsoft nun offenbar auch für die Encarta nutzen, erklärte Patterson im Encarta-Blog(öffnet im neuen Fenster) . Man werde viele neue Wege einführen, auf denen Kunden ihr Feedback übermitteln können.

Microsoft hofft dabei auf eine engagierte Community, die Vorschläge und Änderungen für Encarta-Artikel einreicht, um die Enzyklopädie zu einer "großen Referenz-Quelle" auszubauen. In einer Beta-Version(öffnet im neuen Fenster) der neuen Encarta enthalten die Artikel dazu bereits einen Link "edit this article", über den diese in einem Editor geöffnet werden können. Darüber hinaus lassen sich die Artikel auch noch kommentieren.

Im Unterschied zu Wikipedia werden Änderungen aber nicht sofort in die Encarta übernommen sondern moderiert, d.h. von einem Microsoft-Team überprüft, bevor die Änderungen in die Encarta einfließen können. Die Prüfung könne aber durchaus einige Wochen dauern, so Microsoft. Auch könne nicht jede Änderung übernommen werden. Das Anlegen eines Accounts ist für die Eingabe aber nicht notwendig. Editieren und damit einsehen lassen sich auch die Artikel, die eigentlich nur Premium-Nutzern zugänglich sind.

Offen bleibt die Frage, unter welcher Lizenz die Inhalte letztendlich stehen werden und welche Rechte Autoren an Microsoft abtreten. Unter den Artikeln steht jedoch ein Copyright-Zeichen und "1993-2005 Microsoft Corporation. All Rights Reserved."

Zugleich führt Microsoft den Experten-Dienst Encarta Answers(öffnet im neuen Fenster) ein. Hier sollen Experten Fragen von Nutzern beantworten – auch in deutscher Sprache. Zudem wurde das Design der Seiten überarbeitet und die kostenpflichtige Premium-Version der Online-Ausgabe von Werbung befreit.


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