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Deutsche Spielebranche mit neuer Interessenvertretung

Gescheiterter VUD erhält einen Nachfolger - den BIU

Am 6. April 2005 wurde im Rahmen einer Gründungsveranstaltung mit anschließenden Vorstandswahlen der neue "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU) als neue Interessenvertretung der Spieleindustrie in Deutschland aus der Taufe gehoben. Der auf Grund von internen Machtrangeleien aufgelöste Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) erhält damit einen prominent besetzten Nachfolger.

Der BIU startete mit 11 Gründungsmitglieder, darunter fast alle namhaften Unternehmen der Computer- und Videospieleindustrie: Atari, Eidos, Electronic Arts, KOCH Media, Konami, Microsoft, Nintendo, Sony, Take2, THQ und Ubisoft. Der in Frankfurt gewählte 3-köpfige Vorstand, der sich Stephan Brechtmann von Microsoft, Dr. Jens Uwe Intat von Electronic Arts und Odile Limpach von Ubisoft zusammensetzt.

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Die vereinten Konkurrenten wollen mit dem neu gegründeten BIU einen schlagkräftiger Verband auf die institutionelle Bühne bringen, der als Gremium die Interessen der Branche zu vertreten weiß. Der BIU soll fortan als zentrales Sprachrohr der Branche in Deutschland dienen. Als grundlegende Ziele nennt der BIU die Kommunikation über Computer- und Videospiele mit der Öffentlichkeit, die Maßnahmenentwicklung zur Förderung von Medienkompetenz sowie des Kinder- und Jugendschutzes und den Kampf gegen Softwarepiraterie mittels "aktiver Maßnahmen" und der Unterstützung anderer Institutionen.

"Mit dem BIU existiert in Deutschland wieder eine Interessenvertretung für die Hersteller von Computer- und Videospielen. Die Interessen der Industrie sollen durch den Verband gegenüber der Öffentlichkeit, politischen Institutionen und anderen Wirtschaftsverbänden wahrgenommen werden. Mit der Entwicklerszene in Deutschland möchten wir konstruktiv zusammenarbeiten", so BIU-Vorstandssprecher Dr. Jens Uwe Intat. Die deutschen Entwickler erwarteten bereits einen Publisher-Zusammenschluss und haben sich derzeit in zwei Verbänden organisiert, zum einen als Northstar Developers und zum anderen als GAME-Verband.

Ein besonderes Anliegen des BIU liege Intat zufolge in der Förderung von Medienkompetenz hinsichtlich der Nutzung interaktiver Unterhaltungssoftware. Hiermit seien die Pflege und der Ausbau bestehender Kinder- und Jugendschutzmaßnahmen verbunden. Entsprechend will der Verband den Dialog über Themen rund um Computer- und Videospiele mit öffentlichen Einrichtungen anregen und gestalten. Die Unterstützung von Branchenausstellungen zur aufmerksamkeitsstarken Außendarstellung der Industrie schreibt sich der Verband ausdrücklich auf die Fahnen.

Noch muss der BIU allerdings eine Geschäftsstelle einrichten und einen Geschäftsführer berufen. Als Standort des Verbandes wird Berlin genannt, ein strategischer Standort zwecks engerem Kontakts vor allem zur Politik und den Medien. Der VUD wirkte noch aus Paderborn.


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Groepler-Roeser 12. Apr 2005

Die Spielevertretung auch in der Öffentlichkeit ist sicher für die jugendliche Klientel...



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