Kleiner Riesen-Speicher aus Bayreuth
Die Bayreuther Wissenschaftler um Dr. Alexander Böker zusammen mit der Gruppe von Prof. Thomas P. Russell von der University of Massachusetts (USA) nutzen dabei Zweikomponentenkunststoffe (Diblockcopolymeren) aus Polystyrol und Poly(2-vinylpyridin).
Eine Mischung dieses Blockcopolymers mit 4 Nanometer großen Nanoteilchen, die spezielle Eigenschaften (fluoreszierend oder magnetisch) aufweisen, wird auf ein Trägermaterial gebracht und für zwei Tage auf 170°C erhitzt. Durch den dabei einsetzenden Selbstordnungsprozess werden die Zylinder mit den Nanopartikeln gefüllt (dotiert) und richten sind dann mit ihrer Längsachse senkrecht zum Trägermaterial aus.
Der Gesamtprozess sei von großer technologischer Bedeutung, so die Forscher, da hiermit in einem Arbeitsschritt eine hohe Ordnung senkrecht orientierter Zylinder und gleichzeitig ihre gezielte Funktionalisierung (Fluoreszenz oder Magnetisierung) erreicht werden kann. Mittels geeigneter magnetischer Adressierung könnten nun Daten mit bisher unerreichter Dichte in die Polymerstruktur eingeschrieben werden. Dabei sollen sich Datendichten erreichen lassen, die um den Faktor 2500 höher sind als bei aktuellen Speichermethoden.