Nvidia stellt NForce-SLI-Chipsatz für Pentium4 offiziell vor
Rund einen Monat zog sich die Vorstellung des neuen Nvidia-Produkts hin. Anfang März zeigte Nvidia den Chipsatz zunächst im Rahmen des IDF, und auf der CeBIT waren dann bereits etliche Mainboards an den Ständen der taiwanischen Hersteller zu sehen.
Der "System Platform Processor" (SPP) verfügt über zwanzig PCI-Express-Lanes, die sich auf den meisten Boards wohl auf zwei x8-Slots, einen x1-Slot und zwei herkömmliche PCI-Stecklplätze verteilen werden. Der Speichercontroller arbeitet mit zwei unabhängigen DDR2-Kanälen, bei denen Nvidia auch Daten- und Adress-Übertragungen getrennt hat. Das soll einen deutlichen Leistungs-Vorteil bringen, bei den meisten Zugriffen sogar in einem Takt.
Das gilt jedoch nur, wenn die beiden Kanäle mit identischen Modulen bestückt sind. Der Chipsatz unterstützt alle DDR2-Geschwindigkeiten bis zu den noch teuren DDR2-667-Modulen. Der FSB für den Prozessor darf bis zu 1066 MHz schnell sein, was derzeit nur die Extreme Edition des Pentium 4 erreicht.
Zu den NForce-Chipsätzen gehört stets auch ein umfangreiches Paket an Treibern und Konfigurations-Tools. So kann man mit dem "MediaShield" sein RAID konfigurieren, und auch beispielsweise bestehende Installationen mit einer Festplatte ohne Neuformatieren auf ein RAID umstellen. Das Tool "nTune" erlaubt ein automatisches Übertakten unter Windows.
Zahlreiche Hersteller wie Asus, Biostar, Epox, Gigabyte und MSI hatten schon Prototypen mit dem Intel-NForce4 gezeigt. Mit konkreten Produktankündigungen und Preisen ist erst in den nächsten Tagen zu rechnen. [von Nico Ernst]
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