Mehr Benchmarks sollen Linux schneller machen
In einer E-Mail auf der Linux-Kernel-Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) berichtete Kenneth Chen von Intel über die aktuelle Leistung von Linux 2.6 auf Itanium2-Systemen mit vier CPUs und erklärte, wie diese sich in den letzten Kerneln bei einer Datenbank Auslastung im Vergleich zu Red Hat Enterprise Linux 3 verändert hat. Dabei hat er festgestellt, dass sich die Leistung im Vergleich zu RHEL3 bei aktuellen 2.6 Kernel teils stark verschlechtert hat: Bei Linux 2.6.8 um minus 23 Prozent, bei Linux 2.6.11 um minus 13 Prozent.
Da jedoch die Abstände zwischen den Messungen am offiziellen Linux-Kernel mehrere Monate betragen und sich so die verantwortlichen Änderungen am Quellcode noch nicht eingrenzen lassen, wünscht sich Linus Torvalds nun regelmäßigere Leistungsmessungen(öffnet im neuen Fenster) um negative Trends schneller zu erkennen.
Regelmäßige Tests sind natürlich unter Linux kein Neuland, sondern werden bei den Distributoren sowie den Open Source Developer Labs (OSDL), in dem auch Linus Torvalds angestellt ist, bereits regelmäßig durchgeführt. Dabei sollen die Ergebnisse von Intel aus dem "Industry Database Benchmark" den Überblick erweitern und so Probleme frühzeitiger erkennen.
Das OSDL(öffnet im neuen Fenster) hat den Linux-Kernel-Tests bereits seit einiger Zeit eine eigene Seite gewidmet(öffnet im neuen Fenster) und drei eigene Datenbank-Tests(öffnet im neuen Fenster) sowie ein Framework(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, um die Skalierung von Linux auf Systemen mit mehreren CPUs zu untersuchen.
Sorgen muss man sich bei x86-Servern wohl derzeit nicht machen, da in den aktuellen Kernel viele Veränderungen zur Leistungs-Steigerung eingeflossen sind und größere Einbrüche auf die IA64-Architektur beschränkt sein sollten. [von René Rebe]
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