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Sonys PSP in den USA kein Verkaufsschlager? (Update)

Spiele- und Multimedia-Handheld mal ausverkauft, mal links liegen gelassen. Anders als beim Start in Japan gab es in den USA laut eines Berichts der Seattle Times bisher keinen besonders großen Ansturm auf Sonys PlayStation Portable (PSP). In den USA und Kanada ist die PSP seit 24. März 2005 für 250,- US-Dollar zzgl. Steuer im Handel erhältlich.
/ Christian Klaß
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Obwohl viele Händler ihren erste PSP-Lieferung ausverkaufen konnten, sollen sich einige Händler enttäuscht vom schwachen Interesse am Tag der Markteinführung gezeigt und immer noch PSPs in den Regalen stehen haben. Während spezialisierte Spielehändler ihre Geräte oft komplett verkaufen konnten, sollen größere Kaufhausketten wie Walmart noch genügend PSPs auf Lager und keinen Ansturm erlebt haben.

Im GameFAQ-Forum(öffnet im neuen Fenster) listete ein angeblicher anonymer Best-Buy-Mitarbeiter die nicht so berauschenden Verkaufszahlen, während gegenüber der Seattle Times(öffnet im neuen Fenster) ein in einem Supermarkt in Dallas beschäftigter Mitarbeiter des Walmart-Konkurrenten Super Target angab, dass die erhoffte Warteschlange von PSP-Kaufinteressenten gänzlich ausblieb. Ganz so schlimm um die PSP scheint es aber in den USA nicht bestellt zu sein, vermutlich wurde ein großer Teil der ersten Lieferung bereits verkauft. Amazon.com scheint etwa selber keine Geräte mehr auf Lager zu haben. Das gleiche gilt für den größten US-Videospiel-Händler GameStop, der bereits auf Nachschub wartet.

Ein Grund für die durchwachsene Nachfrage könnte einerseits der im Vergleich zum Konkurrenten Nintendo DS höhere Preis sein und dass viele Händler dem Kunden nur Bundles aus dem PSP Value Pack mit zwei bis hin zu fünf Spielen anbieten und die Paketpreise schnell bis über 400,- US-Dollar gehen. Allerdings würde die PSP auch keine Impulskäufe auslösen, so GameStop-Chef Dan DeMatteo gegenüber der Seattle Times, wer das Handheld haben wollte, plante dies und hatte das Geld gleich dabei.

Glaubt man den Kommentaren auf Slashdot warten viele Interessierte erst einmal ab, wie sich die Preise entwickeln und dass man die PSP auch ohne das Zubehör des Value Packs erstehen kann. Ein weiteres Problem könnte der Termin der Markteinführung sein, wie ein Verkäufer im Slashdot-Forum wähnt, denn in der Regel seien Handhelds eher ein Produkt für den Sommer, wenn die PSP auch für Schüler etwas teuer sein dürfte. Immerhin bewirbt Sony das Gerät weniger als Spielekonsole, sondern auch als Film- und Musik-Abspielgerät und setzt klar auf eine ältere Zielgruppe.

DeMatteo vermutet, dass die Early Adopters durch stolzes Präsentieren ihrer PSPs weitere Kunden anlocken werden, was allerdings für die PSP auch nichts Neues ist. Schließlich sorgten schon zum Start in Japan im Dezember 2004 viele Importhändler für den Verkauf der PSP in andere Regionen. Dabei wurden von Unerschrockenen auch Preise gezahlt, gegen die der reguläre Marktpreis harmlos wirkt.

Wieviele PSPs Sony zum Start verkauft hat, dürfte in einigen Tagen offiziell bekannt gegeben werden. Für Europa hat Sony Computer Entertainment noch keinen Starttermin genannt. Mehr zur PSP findet sich im Test von Golem.de.


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