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DENIC zweifelt Bewertung der .net-Bewerber an

Unverständnis bei der deutschen Registrierungsstelle. Die deutschen Registrierungsstelle DENIC zeigt sich überrascht über ihr schlechtes Abschneiden bei der Bewerbung um die Verwaltung der Top Level Domain .net. Die ICANN hat am gestrigen 29. März 2005 die Bewertung der Bewerbungen durch das amerikanische Technologieberatungsunternehmen Telcordia Technologies vorgelegt, bei der die DENIC nur auf dem vorletzten Platz landete.
/ Jens Ihlenfeld
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DENIC-Vorstandsmitglied Sabine Dolderer äußert in einer ersten Stellungnahme Unverständnis über die schlechte Platzierung der eigenen Bewerbung. Nach Meinung der DENIC weist der Bericht zudem gravierende sachliche Mängel auf.

So werde der DENIC unter anderem als maßgebliches Manko angekreidet, dass sie angeblich eine selbst entwickelte Datenbanksoftware verwendet, tatsächlich werde jedoch ein kommerzielles Produkt eines weltweit führenden Anbieters benutzt, was auch in der Bewerbung ausführlich dargestellt worden sei: "Es ist nicht unsere Absicht, in kleinliche Erbsenzählerei zu verfallen, aber es sieht so aus, als wäre der Bewertungsbericht unter großem Zeitdruck entstanden, was auf Kosten der Qualität ging. Gerade weil alle Bewerber, wie Telcordia selbst einräumt, sehr eng beieinander lagen und alle fähig sind, .net zu verwalten, sind solche handwerklichen Fehler problematisch, da sie die wahre Leistungsfähigkeit falsch wiedergeben", ergänzt Dolderer.

Auf dem ersten Platz der Rangfolge liegt der derzeitige Betreiber VeriSign, mit dem die ICANN nun Vertragsverhandlungen führen will. Die als Genossenschaft organisierte DENIC hatte sich ursprünglich gute Chancen im Rennen um die Top-Level-Domain ausgerechnet.


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