Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Electronic Arts' Gewinnwarnung zieht Klagen nach sich

Zwei US-Kanzleien kündigen Sammelklage an. Electronic Arts, der größte Computer- und Videospiel-Publisher, sieht sich Sammelklagen von Kapitalanlegern ausgesetzt. Der Auslöser: Am 21. März 2005 musste Electronic Arts die Erwartungen für sein am 31. März 2005 beendetes Geschäftsjahr zurückschrauben und machte vor allem die Konsolen-Lieferengpässe im letzten Geschäftsquartal sowie unter den Erwartungen liegende Abverkäufe seiner Spiele verantwortlich.
/ Christian Klaß
17 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Nach der Gewinnwarnung haben die US-Kanzleien Schatz & Nobel sowie Charles J. Piven Sammelklagen eingereicht und wollen enttäuschte Kapitalanleger vertreten, die zwischen dem 25. Januar und 21. März 2005 Wertpapiere von Electronic Arts erworben haben – und sich bis 27. Mai 2005 bei den Kanzleien melden. Dem Publisher wird vorgeworfen, die Anleger durch unwahre oder irreführende öffentliche Aussagen getäuscht zu haben. In der Gewinnwarnung hatte Electronic Arts die Zahlen nach unten korrigieren müssen, der Gewinn je Aktie fiel daraufhin innerhalb eines Tages von 66,35 auf 55,14 US-Dollar.

Anlässlich der Gewinnwarnung hatte EAs Chairman und Chief Executive Officer (CEO) erklärt, dass die Ergebnisse sehr enttäuschend seien. EAs neuere Spiele haben sich nicht so gut verkauft wie erwartet, dies gilt etwa für Need for Speed Underground 2, NFL Street, Fifa Street, GoldenEye: Rogue Agent, The Lord of the Rings: The Third Age und The Urbz. Zu einem Teil machte EA dafür Engpässe bei den Konsolenlieferungen fürs Weihnachtsgeschäft verantwortlich, mehr bei der PlayStation 2 als bei der Xbox. Die ganz großen Verkaufsschlager im letzten Weihnachtsgeschäft hatten allerdings andere in ihrem Portfolio – etwa VU Games mit Half-Life 2 (Valve) und World of Warcraft (Blizzard).


Relevante Themen