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Preisanstieg: Mac-Emulator CherryOS doppelt so teuer

Windows-Software kostet nun 99,95 US-Dollar

Der Preis für den umstrittenen Mac-Emulator CherryOS wurde ohne Begründung drastisch angehoben, so dass die Software nun doppelt so teuer ist wie zuvor. Zeitgleich wurde eine aktualisierte Version des Windows-Programms mit einigen Verbesserungen bereit gestellt. Nach wie vor hängt der Plagiatsvorwurf gegenüber CherryOS in der Luft.

Artikel veröffentlicht am ,

Die aktuelle Version von CherryOS soll zügiger zu Werke gehen und insgesamt stabiler arbeiten. Ansonsten wurden wohl vor allem Programmfehler behoben, wie der Hersteller mitteilte. Er gab allerdings keinen Grund dafür an, wie es zu der doch recht drastischen Preiserhöhung für CherryOS gekommen ist. Ab sofort kostet die Software 99,95 US-Dollar, während es das Programm zuvor für 49,95 US-Dollar gab.

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CherryOS soll einen G4-Mac unter Windows emulieren und es so erlauben, MacOS X samt Software auf einem x86er-System einzusetzen. Laut Hersteller bietet das Produkt eine Altivec-G4-Emulation, unterstützt Sound, CD- und DVD-Laufwerk sowie eine "wachsende" Festplatte. Als Hardware-Voraussetzungen werden ein Pentium-, Pentium-M- oder Xeon-Prozessor bzw. einem AMD Athlon, Opteron oder Duron mit mindestens 1,6 GHz genannt. Zudem müssen mindestens 512 MByte Speicher vorhanden sein. Außerdem werden Windows XP und MacOS X benötigt.

CherryOS wurde Ende November 2004 um mehrere Monate auf das erste Quartal 2005 verschoben, nachdem einen Monat zuvor schwere Plagiatsvorwürfe gegenüber den CherryOS-Machern erhoben wurden. Der Vorwurf lautet, dass in CherryOS widerrechtlich Programmcode aus dem Open-Source-Mac-Emulator PearPC steckt. Die Macher von CherryOS haben die Anschuldigungen damals zurückgewiesen, zu den erneuten Vorwürfen aber keine Stellung bezogen.

Kurz nachdem CherryOS nach mehreren Monaten Wartezeit im März 2005 veröffentlicht wurde, haben die PearPC-Entwickler damit begonnen, nach Ähnlichkeiten zwischen CherryOS und PearPC zu suchen. Erste Resultate zeigten bereits, dass CherryOS auf jeden Fall Quellcode einiger unter GPL stehender Projekte verwendet. Als Beweis führen die PearPC-Macher an, dass z.B. Teile von MacOnLinux in CherryOS benutzt werden. Fügt man die in CherryOS enthaltenen Dateien "Cherry IDE.dat", "OSMAC.AXM" und "CASE.EXM" zusammen, entstehe eine Datei, die zu 100 Prozent identisch mit der Datei "video.x" ist, die von PearPC und MacOnLinux als Treiber für eine virtuelle Grafikkarte benutzt wird. Sie entstammt dem MacOnLinux-Projekt, das unter der GPL steht.

Laut GPL wäre der Hersteller von CherryOS zur Veröffentlichung des Quellcodes bzw. der Änderungen daran verpflichtet und müsste diese jedem Kunden darlegen. Da dies nicht geschehe, erwägen die PearPC-Entwickler nun rechtliche Schritte. Man wolle sich mit aller Macht gegen die Ausbeutung des eigenen geistigen Eigentums schützen. Von den CherryOS-Machern gab es bislang keine Stellungnahme zu den Vorwürfen.

CherryOS ist ab sofort für die Windows-Plattform für nun 99,95 US-Dollar erhältlich. Upgrades von den Vorversionen sollen kostenlos angeboten werden. Eine Testversion steht nach einer Registrierung zum Download bereit.



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Uni 01. Apr 2005

Autsch. Erst lesen, dann labbern.

original-beispiel 30. Mär 2005

genau, oder auch umgekehrt: ein vernünftiger emulator der mich max os X applikationen...

Christoph 29. Mär 2005

;-) Mit doppelt so schnell wie das Original meinte ich den Pear-Emulator ;-)

hans 29. Mär 2005

Das ist auch ein STINKENDES Schiff :)


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