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Kritik an IPv6-Patent von Microsoft

Microsoft soll Prior-Art verschwiegen haben. Die Public Patent Foundation (PUBPAT) und das Software Freedom Law Center kritisieren Microsoft wegen eines Patents, das nach Ansicht der beiden Organisationen IPv6 beschreibe. Microsoft habe bei der Anmeldung des Patents versäumt, Informationen zu Prior-Art anzuführen, hieß es in verschiedenen Berichten von US-Medien.
/ Jens Ihlenfeld
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Das in Frage stehende wurde 1998 angemeldet und Microsoft 2000 zugesprochen. Es beschreibt Methoden und Computerprogramme zur automatischen Generierung einer IP-Adresse.

Nach Ansicht von Eben Moglen, Jura-Professor an der Columbia Universität, Gründer der Public Patent Foundation und des Software Freedom Law Center, sind die in diesem Patent beschriebenen Methoden IPv6 sehr ähnlich und basieren auf älteren Arbeiten der Internet Engineering Task Force (IETF). Daher hätte das Patent nie zugeteilt werden dürfen, so Moglen gegenüber eWeek(öffnet im neuen Fenster) . Microsoft habe versäumt, diese ihnen bekannten Informationen dem Patentamt mitzuteilen, obwohl Microsoft dazu verpflichtet gewesen sei.

Eine Gefahr durch das Patent sieht Moglen indes nicht, es sei unwahrscheinlich, dass Microsoft versuche, das Patent durchzusetzen. Diese Auffassung vertritt auch Daniel Ravicher, Executive Director der PUBPAT, gegenüber ZDNet.com(öffnet im neuen Fenster) . Er fürchtet aber, dass dieses Patent Unternehmen dennoch vom Umstieg auf IPv6 abhalten könnte.

Moglen und Ravicher kritisieren in diesem Zusammenhang vor allem das Verfahren zur Patentvergabe.


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