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Microsoft: Wikipedia ist superschnell

Golem.de: Die Wikipedia hat im Internet einen ziemlich großen Erfolg und Zulauf, jeder kann mithelfen. Bei der Encarta verfolgt man ein anderes Konzept, das haben Sie schon herausgestellt - redaktionelle Pflege, Kontrolle, Verlässlichkeit der Informationen. Das Konzept ist bei der Wikipedia zwar ein bisschen anders, sie bietet aber ein vergleichsweise riesiges und mitunter sehr detailliertes Informationsangebot. Bei einem stichpunktartigen Vergleich der beiden wirkt die Encarta mitunter etwas halbherzig?

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Laut aktueller Encarta ist Bill Gates noch immer CEO von Microsoft
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Britta Best: Als Kunde hat man unterschiedliche Ziele, wenn man bei Wikipedia nachschaut oder sich eine Encarta kauft. Wikipedia kann als eine Ergänzung zur Encarta betrachtet werden, leistet aber definitiv weniger. Denn für eine alleinige Wissensbeschaffung ist Wikipedia zu unsicher. Wie gesagt, es ist die Verlässlichkeit der Artikel, die in der Encarta garantiert ist. Ich verfolge Wikipedia genauso wie Sie und es gibt Artikel, die sind - ohne Frage - sehr gut und es gibt Artikel, die sind nicht wirklich brauchbar.
Bei Wikipedia kann es passieren, dass Artikel nach mehreren Tagen komplett anders aussehen, denn jeder kann Korrekturen vornehmen. Das erschwert den Umgang: Wikipedia benutzen bedeutet, kritisch zu hinterfragen und auch in anderen Artikeln quer zu lesen. Das macht den Service nicht schlecht, sondern ermöglicht es vor allem, sehr schnell informiert zu werden. Ich habe das zum Beispiel bei der Tsunami-Flutkatastrophe versucht: Innerhalb von zwei Tagen hatte die Wikipedia sehr vielfältige Informationen zu bieten - über die ganze Art der Flutwelle, wie sie entsteht etc. So schnell kann man mit einem Nachschlagewerk natürlich nicht sein, es ist schließlich erst ein Update erforderlich.
Wikipedia ist zwar schnell, die Frage ist aber: Stimmt auch die Theorie zu den tektonischen Platten? Ich weiß es nicht und das Wissen ist auch nicht in Stein gemeißelt. Und das ist im Internet immer so, der Leser kann es kritisch durchleuchten, kann es annehmen, es ist schnell, aber ob es ein fundiertes Wissen liefert, weiß keiner so genau.

Golem.de: Aber gerade wenn Sie sagen, das Wissen ist nicht in Stein gemeißelt, das Wissen ändert sich, dann scheint ja gerade der Ansatz der Wikipedia sehr vorteilhaft zu sein, zumal Sie sagen, die Artikel ändern sich teilweise sehr schnell.

Linux ein Betriebssystem? Unix eine Sprachen-Familie?
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Britta Best: Bleiben wir bei dem Beispiel der Entstehung eines Tsunami und nehmen wir an, Sie haben die Meinung, tektonische Platten verschieben sich und dies führt letztendlich zur Entstehung der Riesenwellen. Ich habe das aber womöglich ganz anders gelernt, sehe Ihren Text und verändere diesen nach meinen Vorstellungen. Der Leser erhält dann doch immer nur eine Momentaufnahme und weiß nicht, was nun wirklich richtig ist und was nicht. Vielleicht ist beides ansatzweise richtig, aber weder Sie noch ich können ihre Position wissenschaftlich fundiert darlegen.
Ich gehe zwar davon aus, dass die Fakten, die in der Wikipedia stehen, stimmen, ich weiß es aber nicht. Keiner weiß es und niemand zeichnet wirklich dafür verantwortlich. Wenn Microsoft aber die Encarta-Redaktion beauftragt, die Sachverhalte sauber zu recherchieren, auch auf einer wissenschaftlichen Ebene, dann kann ich davon ausgehen, dass die Inhalte stimmen. Da können zwar auch Fehler passieren, denn jeder Mensch ist fehlbar, aber die Fehlerquote ist bei einem Nachschlagewerk doch deutlich geringer als bei einer Wikipedia oder im Internet. Kein Thema: Wikipedia ist superschnell - aber Schnelligkeit ist nicht immer alles.

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Wanda 10. Apr 2005

Du lebst in einer Überzeugung dass etwas 100% fehlerfrei sein kann. Das gibt es aber...

Wanda 10. Apr 2005

Es soll noch Leute geben die ihren Beruf aus Überzeugung ausführen...

Wanda 01. Apr 2005

Wettbewerb... wenn man es an den Besuchern ausmacht... Wiki ist klarer Marktführer. Und...

MartyK 31. Mär 2005

Es ging um die Aussage, dass nicht jeder auf Frauen stehen kann. Asexuelle können hier...

raph 31. Mär 2005

Das Interview vermittelt mir zumindestens den Eindruck, sie wisse nicht, dass es bei...


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