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EU unzufrieden mit Microsoft

Angeblich drohen Strafzahlungen von bis zu 5 Millionen US-Dollar pro Tag. Auf Seiten der EU ist man nicht zufrieden mit Microsofts Bemühungen, den Auflagen der Europäischen Kommission nachzukommen. Man denke bereits über Strafgebühren für jeden Tag nach, an dem Microsoft den Auflagen nicht angemessen nachkommt, berichtet das Wall Street Journal. Stein des Anstoßes ist demnach vor allem die Windows-Version ohne Media Player, die nicht so funktioniere wie von der EU gefordert. Die FSFE kündigte derweil an, Microsoft Beine machen zu wollen.
/ Jens Ihlenfeld
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Microsofts Windows-Version ohne Media Player arbeite mit bestimmten Multimedia-Applikationen nicht so gut zusammen wie es sein sollte, heißt es in dem Bericht des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Demnach erwägt man, auf der Kommission eine härtere Gangart gegenüber Microsoft einzuschlagen, an deren Ende Strafzahlungen von 5 Millionen US-Dollar pro Tag stehen können. Noch stehe aber nicht offiziell fest, ob Microsoft den Auflagen ausreichend nachkommen werde oder nicht.

Unter Berufung auf informierte Kreise berichtet das Wall Street Journal weiter, Microsoft habe in der ungebündelten Version von Windows wichtige Informationen aus der Registry entfernt, was zu Problemen führe. So sei es mit der abgespeckten Windows-Fassung nicht möglich, einen Video- oder Audio-Clip in ein Word-Dokument einzubetten und sicherzugehen, dass dieser, wenn angewählt, auch abgespielt werde.

Microsoft-Sprecher Dirk Delmartino erklärte gegenüber dem Blatt, man wolle allen Forderungen der Kommission nachkommen. Er bestätigte zwar die Problematik mit der Registry, dieses Problem sei aber Teil der andauernden Diskussion mit der Kommission. Er bezeichente die Probleme aber zugleich als eine Folge der Forderung der Kommission, den Media Player zu entfernen.

Aber auch von anderer Seite kommt Kritik an Microsofts Umsetzung der EU-Auflagen. Die Free Software Foundation Europe (FSFE) fordert die Offenlegung von Schnittstelleninformationen durch Microsoft, wie auch von der Kommission verlangt. Dabei stößt sich die FSFE vor allem an den Lizenzbedingungen von Microsoft, die eine Implementierung der Schnittstellen in freier Software unmöglich machten.

Die FSFE vertritt die Interessen des Samba-Teams vor dem Europäischen Gerichtshof, vor dem die EU-Entscheidung gegen Microsoft verhandelt wird. Georg Greve, Präsident der FSFE, fordert in diesem Zusammenhang(öffnet im neuen Fenster) die Kommission auf, entsprechende tägliche Strafzahlungen gegen Microsoft zu verhängen. Das Verfahren laufe seit vier Jahren und Microsoft bemühe sich vor allem, dieses zu blockieren und auszubremsen.


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