Traditionsunternehmen Leica in Schwierigkeiten
Die verbleibenden Linien decken den derzeitigen Liquiditätsbedarf nach Angaben des Unternehmens noch ab. Der Vorstand verhandelt derzeit mit den Banken über eine Lösung, die das Unternehmen bis zu einer außerordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2005 trägt, in der den Aktionären Kapitalmaßnahmen vorgeschlagen werden sollen.
Die Leica Camera Gruppe hat die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2004/2005 (31. März) in einem schwierigen Marktumfeld mit einem Umsatz von 70,6 Millionen Euro abgeschlossen. Dies waren 15,5 Prozent weniger als in der gleichen Periode des Vorjahres. Die angestrebten Umsatzsteigerungen im Vergleich zu den beiden ersten Quartalen wurden nicht erreicht.
Das Geschäft mit den Leica-Systemkameras ging um 35 Prozent auf 21,9 Millionen Euro zurück. Die digitale Ergänzung des Leica-R-Spiegelreflexsystems um eine digitale Rückwand hat sich zudem deutlich verzögert. Noch ist diese Rückwand nicht auf dem Markt. Die Verkäufe der Leica-Kompaktkameras, darunter auch das digitale Modell Leica Digilux 2, wuchsen um 40,2 Prozent auf 13,7 Millionen Euro. Ihr Umsatzvolumen konnte aber noch nicht die Rückgänge im analogen Geschäft ausgleichen.
Das Unternehmen beschäftigt 1.296 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2003/2004 einen Umsatz von über 119 Millionen Euro erwirtschafteten.

