Microsoft: Xbox-Stromkabeltausch keine Notlösung
Den Bericht von The Register(öffnet im neuen Fenster) bezeichnete Microsoft auf Nachfrage von Golem.de als schlicht falsch, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Kabelaustausch und den in "seltenen Fällen" zerbrochenen Lötstellen in frühen Xbox-Konsolen. Dies sei zudem nichts Einmaliges für Foxlink-Netzteile oder gar Xbox-Konsolen. "Alle Unterhaltungselektronik-Produkte leiden als Resultat durch alltägliche Abnutzung unter einigen brechenden Lötstellen. Gebrochene Lötverbindungen in der Xbox sind ein Garantiefall", betont Microsoft. Xbox-Konsolen mit oder ohne Austausch-Stromkabel wurden laut Hersteller so designt, dass ein Lötstellenbruch kein Sicherheitsrisiko darstellt.
Die Ersatzkabel sollen die Verbraucher und ihre Xbox-Konsolen vor seltenen (1:10.000), nicht näher ausgeführten Komponentenausfällen schützen, bei denen es zu einer Überhitzung kommen kann, erklärte Microsoft anlässlich der Austauschaktion. In sieben Fällen hätten Verbraucher Microsoft zufolge eine geringfügige Verbrennung an der Hand erlitten, in 23 Fällen hätten Verbraucher über Rauchschäden oder geringfügige Beschädigungen eines Teppichs oder Endgerätes berichtet. Das Netzkabel muss bei allen Xbox-Konsolen ausgetauscht werden, die vor dem 13. Januar 2004 hergestellt wurden.
Im Forum der Xbox-Fansite Xbox-Scene(öffnet im neuen Fenster) hat das Netzteilproblem älterer Xbox-Konsolen der Versionen 1.0 und 1.1 eine eigene Forumsdiskussion. Dort wirft man Microsoft vor, dass man das Stromkabel nur austauschte, um sich eine teure Rückrufaktion zu ersparen. Sollten Probleme auftreten, kappt das mit spezieller Elektronik bestückte Stromkabel selbst die Stromzufuhr, was laut Kritik allenfalls eine Notlösung sei. Aktuelle Xbox-Konsolen sollen das Problem nicht haben, weil die Netzteilaufhängung verbessert wurde.
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