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UNO-Expertin kritisiert Drogenhandel im Internet

5.000 illegale Webapotheken vermutet. Die Suchtstoff-Expertin Gisela Wieser-Herbeck hat den illegalen Handel mit Narkotika und psychotropen Substanzen im Internet angeprangert. Beispielsweise gebe es einen gut funktionierenden Markt für das Beruhigungsmittel Rohypnol, das Abhängige neben Hauptdrogen wie Heroin einnähmen.
/ Andreas Donath
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"Meist läuft das Geschäft über illegale Online-Apotheken, die die Präparate ohne Rezept versenden", sagte die Wissenschaftlerin beim Internationalen Suchtstoffkontrollrat der UNO (INCB) in einem Interview des Nachrichtenmagazins Focus. "Mit Sicherheit betreiben organisierte Kriminelle den Großteil dieser Webseiten", so Wieser-Herbeck.

Die Branche sei schwer einzuschätzen und die Dunkelziffer hoch. "Schätzungen gehen aber von mindestens 5.000 illegalen Webapotheken aus mit einem Umsatz im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich", erklärte die Suchtstoff-Expertin.

Bei diesen Präparaten handele es sich teilweise um Fälschungen aus dubiosen Laboren, teils deckten die Händler ihren Bedarf aus legalen Quellen, zum Beispiel Pharmafirmen. So habe beispielsweise eine Firma aus Deutschland eine illegale Webapotheke beliefert.

"Als Fahnder den Handel aufdeckten, schoben die Verantwortlichen der Firma vor, sie hätten geglaubt, eine Online-Apotheke benötige keine behördliche Import- und Exportgenehmigung", sagte Wieser-Herbeck im Focus.


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