Duke Nukem Forever - Entwickler im Einstellungsrausch
Mehrfach wurde die Engine gewechselt, derzeit soll eine "stark erweiterte" Version des UT2003-Unterbaus verwendet werden. So jedenfalls äußert sich 3DRealms-Chef George Broussard im Forum seiner Firma. Die Kollegen von Voodoo Extreme haben die interessantesten Aussagen von Broussard zusammengefasst(öffnet im neuen Fenster) . Demnach sind derzeit rund 28 Entwickler mit "DNF" beschäftigt.
Zusätzlich wurde die Animation der Spielfiguren an Liquid Entertainment ausgelagert – keine schlechte Adresse. Das Unternehmen gehört dem Command-&-Conquer-Erfinder Ed Del Castillo und machte zuletzt durch "War of the Ring" von sich reden. Außerdem bestätige Broussard im Forum, dass man gerade "im Einstellungsrausch" (engl. "hiring spree") sei, da derzeit Inhalte und nicht die Technik das größte Problem seien – die 3DRealms-Site verzeichnet bei den offenen Stellen derzeit jedoch keine unbesetzten Positionen.
Immerhin ist DNF durch die Postings des Firmenchefs wieder einmal in aller Munde – obwohl es das Projekt inzwischen schon geschafft hat, aus der Liste der Vaporware-Awards für die langwierigsten Produktankündigungen herauszufliegen. Die Zeitschrift Wired war bereits 2003 den Duke als ewigen Sieger dieses zweifelhaften Awards leid, verlieh DNF schlicht den "Lifetime Achievement"-Award für die leersten aller Versprechungen und kürt nun andere Projekte als Vaporware-Gewinner.
Auch in Deutschland stellt das Projekt Rekorde auf: In der Zeitschrift GameStar steht das Spiel in der aktuellen Ausgabe immer noch in der Rubrik "Termin-Update" – das erste Preview war jedoch bereits in der Ausgabe 8/1999 erschienen.
Auf die Frage eines Forumnutzers, ob das Boot nicht bereits abgefahren sei, erklärte Broussard, dass man nicht voreilige Schlüsse ziehen sollte, solange 3DRealms das Spiel nicht anfange zu zeigen und darüber zu reden, bis man nicht die Previews und Titelgeschichten in Spielemagazinen gelesen und Werbung sowie Screenshots oder Videos gesehen habe. Dennoch gab er zu(öffnet im neuen Fenster) , dass man "wirklich nicht nahe dran sei" und meinte damit, dass die Fertigstellung noch länger auf sich warten lässt. "Aber wartet noch, die Dinge sehen gut aus und wir zeigen das Spiel in nicht allzu furchtbar ferner Zukunft" , betont Broussard und gibt damit dem in den letzten Wochen immer wieder gemunkelten Demo-Termin zur Messe E3 im Mai neue Nahrung. [von Nico Ernst]
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