Abo
  • IT-Karriere:

Philips: 200-mal schnellere Alternative zu Flash-Speicher

Phase-Change-Speicher auf Silizium-Chips

Philips meldet einen Erfolg in der Erforschung neuer Speichertypen. Ähnlich einer wiederbeschreibbaren DVD wird dabei ein Kunststoff-Film auf einen Halbleiter aufgebracht, der sich per Phase-Change beschreiben lässt.

Artikel veröffentlicht am ,

Phase-Change-Medien sind in der IT weit verbreitet und kommen vom professionellen MO-Medium für Backups bis hin zur preiswerten Datenspeicherung auf CD-RW und DVD+/-RW zum Einsatz. Als Alternative zu Speicherchips gingen sie bisher nicht durch, da für den Phasenwechsel zwischen der amporhen und der kristallinen Struktur des Trägermediums hohe Energien notwendig waren. So erhitzt bei einem RW-Laufwerk der Laser die Datenschicht, bei einem Speicherchip wären vergleichsweise sehr hohe Spannungen nötig.

Stellenmarkt
  1. MailStore Software GmbH, Viersen
  2. TGW Software Services GmbH, Regensburg,Teunz

Philips ist es nun im Labor gelungen, die Energiedichte für einen Phase-Change-Chip auf 14 Volt pro Quadratmikrometer zu reduzieren. Ein 50 Nanometer langer Streifen des Speichermediums lässt sich bei nur 0,7 Volt Spannung beschreiben, was im Rahmen der Spannung liegt, die zukünftige Strukturbreiten bei Halbleitern noch verkraften.

Zudem soll das Phase-Change-Material auf Basis der Elemente Antimon und Tellur in nur ein bis zwei zusätzlichen Schritten der Halbleiterfertigung auf Silizium aufgebracht werden können. Philips erwartet auch, dass das neue Material mit zukünftigen Verkleinerungen der Strukturbreiten von Speicherbausteinen (aktuell sind 90 Nanometer in der Massenfertigung) gut skaliert.

Angaben zur Datendichte machte Philips noch nicht, ebensowenig zur Anordnung der "Line-Cell" genannten Speicherzellen. Die Geschwindigkeit des neuen Speichers soll jedoch enorm sein: In nur 30 Nanosekunden ist eine Zelle programmiert. Zusammen mit dem parallelen Einsatz von mehreren Stromimpulsen soll der Speicher 100- bis 200-mal schneller als heutiges Flash-RAM sein.

Daher sehen die Forscher den neuen Speicher auch als Möglichkeit an, erstmals die Eigenschaften von DRAM, Flash und SRAM zusammenzuführen. Gerade bei mobilen Geräten werden diese Bauarten heute parallel eingesetzt, was einen hohen Aufwand bedeutet. So hatten Toshiba und Samsung in den letzten Monaten vermehrt Multi-Chip-Gehäuse vorgestellt, welche einige Speichertypen vereinen.

Eine ausführliche Dokumentation der neuen Philips-Entwicklung erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift "Nature Materials". Wann der neue Speicher marktreif ist, ist noch nicht abzusehen. [von Nico Ernst]



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 61,99€
  2. 36,99€
  3. 7,99€
  4. 39,99€

Folgen Sie uns
       


Days Gone - Fazit

In Days Gone sind wir als Rocker Deacon St. John im zerstörten Oregon unterwegs und erleben das ganz große Abenteuer.

Days Gone - Fazit Video aufrufen
Recycling: Die Plastikfischer
Recycling
Die Plastikfischer

Millionen Tonnen Kunststoff landen jedes Jahr im Meer. Müllschlucker, die das Material einsammeln, sind bislang wenig erfolgreich. Eine schwimmende Recycling-Fabrik, die die wichtigsten Häfen anläuft, könnte helfen, das Problem zu lösen.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Elektroautos Audi verbündet sich mit Partner für Akkurecycling
  2. Urban Mining Wie aus alten Platinen wieder Kupfer wird

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren US-Post testet Überlandfahrten ohne Fahrer
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  3. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus

Strom-Boje Mittelrhein: Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
Strom-Boje Mittelrhein
Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein

Ein Unternehmen aus Bingen will die Strömung des Rheins nutzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Es installiert 16 schwimmende Kraftwerke in der Nähe des bekannten Loreley-Felsens.

  1. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  2. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um
  3. Erneuerbare Energien Wellenkraft als Konzentrat

    •  /