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World of Warcraft: eBay-Händlern droht Rauswurf

Server verschiedener Regionen weiterhin voneinander getrennt. Im Januar 2005 warnte(öffnet im neuen Fenster) Blizzard davor, Gegenstände und Gold aus World of Warcraft (WoW) für echtes Geld an Mitspieler zu verkaufen – und fängt nun mit dem Sperren von Accounts an. Blizzard zufolge stören(öffnet im neuen Fenster) die kommerziellen Spieler die Wirtschaft des Online-Rollenspiels.
/ Christian Klaß
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Viele Spieler sehen die Account-Sperrungen positiv, bemängeln aber, dass Blizzard nicht alle bzw. nicht die erfahreneren "Farmer" ausgeschaltet hat. "Farmer" werden die Spieler genannt, die gemeinsam oder allein im großen Maßstab Schätze und Geld sammeln, um damit nicht ihren eigenen Charakter aufzuwerten, sondern die Früchte ihrer Arbeit anderen gegen Entgelt zukommen zu lassen.

Dabei versuchen Farmer, bestimmte Gebiete so gut wie möglich abzugrasen, reagieren meist nicht auf andere Spieler oder versuchen diese durch ein Duell-Aufforderungstrommelfeuer zu entnerven und damit letztlich zu vertreiben – dagegen gibt es aber hilfreiche Add-Ons(öffnet im neuen Fenster) für WoW. Für Spieler, die auf einen bestimmten Gegner warten, dieser ihnen aber ständig weggehauen wird, sind Farmer auch ein Ärgernis.

Hinter fast allen eBay-Auktionen mit WoW-Gegenständen sollen chinesische Spieler stecken. Kein Wunder: In Asien – aber nicht nur dort – gibt es ganze Firmen, die so versuchen, Geld zu verdienen. Auch im deutschen eBay finden sich WoW-Angebote – auch welche, bei denen sich Fremde anbieten, um anderen ihre Charaktere in wenigen Tagen hochzustufen. Hierbei riskiert man aber den Verlust des eigenen Accounts, da man dafür dessen Daten herausrücken muss – es bedarf also schon viel Vertrauens in Wildfremde.

Gesperrt wurde auch ein Spieler, der mit seinem Priester mit aktiviertem Anti-Fall-Zauber eine durch Berge verborgene Gegend der WoW-Landkarte entdeckte und dies per Videomitschnitt dokumentierte. Der von ihm durch Tricks entdeckte Teil der Landkarte soll für eine künftige Erweiterung gedacht sein. Blizzard fand die Entdeckung offenbar weniger witzig und deaktivierte den Account des Spielers, wogegen dieser bereits Beschwerde einlegte. Fehler im Spiel auszuschlachten ist jedoch laut Nutzungsbedingungen nicht erwünscht.

Beschwerden muss sich Blizzard auch von europäischen Spielern anhören, die sich eine US-Version des Spiels gekauft hatten und nun auch gerne auf den später gestarteten EU-Servern spielen möchten – und umgekehrt. Obwohl Blizzard für die Zeit nach dem WoW-Start in Europa eine Lösung versprach, ist bis jetzt nichts geschehen. Stattdessen gibt es einerseits die Empfehlung, die entsprechende Landesversion zu kaufen, weil das Account-Management nicht regionsübergreifend arbeitet, andererseits vertröstet Blizzard auf noch nicht angekündigte Lösungen. Sorgen scheint sich Blizzard insbesondere um das Transferieren von hochstufigen Charakteren zu machen, womit die Spiel-Balance in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Bis jetzt bleibt auch offen, was mit gebrauchten WoW-Packungen ist – weiterverkaufen darf man sie zwar laut Blizzard-AGB, doch bis jetzt können gebrauchte Schlüssel offenbar nicht transferiert oder erneuert werden. Auch hier legt die aktuelle Technik dem Kunden noch Steine in den Weg.


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