Siemens macht WLAN fit für Sprachtelefonie
Bewegt sich ein WLAN-Endgerät innerhalb eines herkömmlichen WLAN-Areals oder innerhalb eines Gebäudes von einem Access-Point (AP) zum nächsten, muss die Verbindung übergeben werden. Dazu muss eine neue IP-Adresse vergeben und das Endgerät neu angemeldet werden, was die Übertragung verzögert.
Mit seiner zweiten WLAN-Generation will Siemens die Latenzzeit beim Hand-over auf einen Wert unterhalb dieser kritischen Schwelle gesenkt haben. Die "Intelligenz" steckt dabei nicht länger im Zugangspunkt, dem so genannten "Fat Access Point", der von den umliegenden Nachbar-APs nichts weiß, sondern in dem zentralen HiPath-WLAN-Controller, der bis zu 200 "Fit APs" verwaltet. Dem Endgerät wird eine IP-Adresse zugewiesen und die bleibt beim Wechsel der Access-Points erhalten.
Dank der zentralistischen Netzarchitektur kann der Controller zudem auf den Ausfall einzelner Access-Points reagieren, z.B. mit der Verstärkung der Sendeleistung benachbarter Geräte. Auch sollen sich neue Access-Points einfach einstecken lassen und gleich funktionieren.
Mehrere Controller können zudem vernetzt arbeiten, um so mit den Geräten sehr große Netze zu verwalten. Gleichzeitig wird die Verkehrslast zwischen den Controllern aufgeteilt, um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu optimieren. Fällt ein Controller aus, übernehmen die anderen dessen Arbeit.
Auf der CeBIT 2005 zeigt Siemens nicht nur APs für die Büroumgebung, sondern auch die robusten Lösungen für die Industrie. Hinzu kommt das neue WLAN-Telefon optiPoint WL2 professional, das der Gigaset-Baureihe ähnelt.



