Debian bald nur noch für i386, PowerPC , Iaa64 und AMD64

Sarge nähert sich endlich der Veröffentlichung

Das Debian-Team will die Zahl der offiziell mit stabilen Releases unterstützten Hardware-Architekturen reduzieren. Während Debian Sarge noch für elf Architekturen erscheinen soll, wird der Testing-Zweig danach wohl auf vier Architekturen eingeschränkt. Das bedeutet aber nicht das Aus für die übrigen Architekturen.

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Der Aufwand, um elf oder mehr Hardware-Architekturen mit koordinierten Releases zu unterstützen, sei auf Dauer zu groß, so die Argumentation des Debian-Release- und FTPMasters-Teams. Daher will man ab "Etch" keine stabilen Versionen für die kleineren Architekturen mehr veröffentlichen, Sarge wird aber noch für alle Plattformen erscheinen, mit allen Konsequenzen für Sicherheits-Updates, bis Sarge ins Archiv wandert. In Testing werden diese Architekturen ab der Veröffentlichung von Sarge aber nicht mehr enthalten sein.

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Für Debian ist diese Entscheidung ein großer Schritt, bietet die Distribution doch bislang gerade den Vorteil, auf einer so großen Zahl von Plattformen eine einheitliche Software-Basis zur Verfügung zu stellen. Allerdings wird es Debian auch weiterhin für eine Vielzahl von Hardware-Plattformen geben, nicht aber in Form von offiziellen stabilen Releases, die auf zahlreichen Plattformen auch nicht unbedingt notwendig seien, so die Debian-Entwickler.

Die unterstützen Architekturen sollen anhand fester, objektiver Kriterien festgelegt werden, allerdings soll es Veto-Rechte für das Debian-Security-Team, die System-Administratoren von Debian und das Release-Team geben.

Nach aktuellem Stand wird Debian nach Sarge vier Hardware-Architekturen unterstützen: i386, PowerPC, IA64 und AMD64. Der Aufwand zur Koordination von "Testing" soll so erheblich gesenkt werden, so dass Debian künftig Release-Zyklen von 12 bis 18 Monaten anpeilen kann.

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Architekturen, die nicht länger für stabile Releases vorgesehen sind, sollen über die Second-Class-Citizen-Architecture (SCC) aber weiter zur Verfügung gestellt werden, dann allerdings über weniger Mirrors. Zudem sind periodische Snapshot-Releases für die einzelnen Architekturen auf Basis von "unstable" vorgesehen.

Debian Sarge nähert sich derweil endlich der Veröffentlichung. Nach zahlreichen Verzögerungen scheinen nun die letzten großen Hürden beseitigt. Andreas Barth und Ryan Murray haben letzte Updates an den Debian-Servern vorgenommen, so dass nun langsam die Infrastruktur bereitsteht, um Sarge veröffentlichen und danach auch mit Sicherheits-Updates versorgen zu können. Ein Freeze der Pakete soll erfolgen, sobald der Release Candidate 3 des Debian-Installer (d-i) als "gold" angesehen wird. Einen konkreten Terminplan gibt es aber noch nicht.

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