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Spieletest: Cold Fear - Survival-Horror auf hoher See

Atmosphärisch beeindruckender Titel von Darkworks/Ubisoft. Dem Rezensionsmuster von Cold Fear hatte Ubisoft einen eher ungewöhnlichen Beipackzettel dazugelegt: Da das Spiel von der USK keine Einstufung erhalten habe, müsse man davon ausgehen, dass es eventuell noch indiziert wird – und zwischen den Zeilen war damit der Wunsch verbunden, dass ein Test somit besser bald erfolgen solle, solange eine Berichterstattung noch problemlos möglich ist. Wer deshalb allerdings erwartet, dass Cold Fear ungewöhnlich brutal ist, irrt – das Spiel bietet kaum mehr drastische Gewaltszenen als andere Survival-Horror-Titel auch.
/ Thorsten Wiesner
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Apropos Survival-Horror: Kurz vor der Veröffentlichung von Resident Evil 4 einen Titel wie Cold Fear zu veröffentlichen, scheint unpassend – gegen den vermeintlichen Super-Hit dürfte man inhaltlich schließlich kaum eine Chance haben. Andererseits werden hier aber auch unterschiedliche Plattformen bedient: Während RE4 zunächst nur für den GameCube erscheint, bringt Ubisoft Cold Fear für Xbox und PlayStation 2 in den Handel. Später soll auch eine PC-Version folgen.

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Cold Fear überrascht mit einem spannenden und direkt in die Action führenden Beginn: Die Story von Experimenten, die schief gegangen sind und fürchterliche Kreaturen heraufbeschwören, kann man zwar nicht mehr hören, allerdings ist es ungewöhnlich, wo man als Agent einer Spezialeinheit diesmal die kruden Geschehnisse erforschen soll. Der Hilferuf erfolgte nämlich von einem russischen Tanker, der irgendwo auf einem weiten Ozean recht führerlos dahintreibt – und als der Spieler das Schiff betritt, sorgen natürlich ein starker Sturm und tiefste Nacht für zusätzlich klaustrophobische Atmosphäre.

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Wer leicht seekrank wird, dürfte mit dem Spiel zu Beginn so seine Probleme haben – den Entwicklern von Darkworks ist es nämlich recht gut gelungen, die schwere See und den Sturm auch dem Spieler zu verdeutlichen. So wackelt und schwankt die Grafik, als würde man sich wirklich auf dem Schiff befinden und ständig spritzt die Meeresgischt an den Bildschirm.

Überhaupt hat der schwere Seegang einen großen Einfluss auf den Spielablauf: Wer nicht aufpasst, wird von einer Welle erfasst und ins Meer gerissen; offen liegende Stromkabel können in Pfützen landen und dem Spieler einen leichten Energie-Schock verpassen, locker angebrachte Gegenstände hingegen schwingen hin und her und stellen ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.

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Einen Großteil des Spieles verbringt man auf dem Schiff selbst, wobei auch immer neue Kabinen, Maschinenräume und Lager erschlossen werden; später geht es dann auf einer Bohrinsel weiter. Zunächst trifft man noch auf ein paar Überlebende der russischen Besatzung, die sofort attackieren und mit der Pistole erledigt werden müssen; im weiteren Verlauf gibt es dann aber auch Waffen wie das AK47, um der bösen Brut den Garaus zu machen. Hierfür ist es übrigens immer nötig, auch jeweils den Kopf des Monsters zu erwischen – wahlweise mit dem Schießprügel oder auch im Nahkampf, was zu leicht unappetitlichen Geräuschen führt und neben viel Blut auch für ein paar Splatter-Momente sorgt.

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Die auf Dauer etwas dünne Story entfaltet sich unter anderem durch Tagebuchseiten, die man überall verstreut einsammelt; auch neue Munition, Gesundheitspacks oder Speicherpunkte sind im Großen und Ganzen recht freigiebig auf dem Schiff verteilt.

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Die Grafik von Cold Fear bietet recht solide Texturen und Charaktermodelle sowie zahlreiche Effekte, die die gruselige Stimmung unterstreichen; der Sound und die wahlweise deutsche Sprachausgabe sind ebenfalls ein Garant für einige Gänsehautmomente. Ärger macht nur mal wieder die störrische und zum Erreichen cineastischer Momente fixe Kamera – oft kommt es vor, dass urplötzlich die Perspektive wechselt und Zeit nötig ist, um sich neu zu orientieren, was ungünstig ist, wenn in dem Moment die Kontrahenten bereits ihren Angriff starten.

Fazit:
Cold Fear klaut sich relativ ungeniert viele Elemente bei anderen Spielen. Die grundsätzliche Story übernimmt man von Resident Evil, die klaustrophobische Stimmung erinnert an Silent Hill und das Schiff-Setting dürfte Spielern von Metal Gear Solid 2 ebenfalls bekannt vorkommen. Dank einiger frischer Ideen wie etwa dem auf offener See dahintreibenden Schiff und den damit verbundenen Komplikationen sowie zahlreichen gelungenen Schockmomenten dürfen Freunde von Survival-Horror-Spielen aber zugreifen.


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