Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Siemens will Handy-Bedienung revolutionieren

New Interactive Phone wird über Projektionsflächen bedient. Siemens stellt auf der CeBIT 2005 ein Handy-Konzept vor, das die Bedienung sowie den Datenzugriff auf Mobiltelefone revolutionieren könnte. Dazu hat Siemens das Konzept der projizierten Laser-Tastatur weiterentwickelt, so dass sich nun auch die projizierten Informationen verändern und nicht weiterhin statisch sind. Somit fungiert die Projektion nicht nur als Bedienelement, sondern auch als Display, um darüber Informationen zu erhalten.
/ Ingo Pakalski
77 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Mit dem "New Interactive Phone" will Siemens dem Problem begegnen, dass moderne Mobiltelefone immer kleiner werden, aber andererseits immer mehr Informationen damit bearbeitet werden, was einen entsprechend großen Ansichtsbereich benötigt. Bislang verlangt dies entsprechend große Displays, was die Geräte wieder automatisch in der Größe wachsen lässt. Diesem Teufelskreis will Siemens entkommen, indem sie einem Mobiltelefon-Prototyp eine Laser-Projektionstechnik verpasst hat.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Laser-Projektionstechnik soll außerdem die Dateneingabe vereinfachen, denn auf kleinen Handys wird durch kleine Tasten etwa das Schreiben von Kurzmitteilungen leicht zur Qual. Die aktuelle Produktstudie beruht auf dem auf der CeBIT 2004 vorgestellten Konzept eines mit einer Laser-Tastatur ausgestatteten Siemens SX1, womit vor allem das Schreiben längerer Notizen erleichtert werden sollte. Dazu wurde eine virtuelle Tastatur vom Handy auf einen glatten Untergrund projiziert und man konnte so Texte eintippen.

Mit dem aktuellen "New Interactive Phone" geht Siemens nun einen Schritt weiter und erweiterte die Eingabemöglichkeiten um die Fähigkeit, dass die Laser-Einheit nun auch verschiedenartige Oberflächen projizieren kann, um das Gerät so auch bedienen und nicht nur eine pure Texteingabe zu erhalten. Das Konzeptmodell sieht dazu gleich vier verschiedene Möglichkeiten vor, die Display-Informationen zu projizieren. Dazu hat das Modell einen schwenkbaren Arm mit der Laser- Einheit.

Ist der Laser-Arm in das Gerät eingeklappt, gleicht es einem herkömmlichen Mobiltelefon, da die Projektion in einem kleinen Bereich im Gerät vorgenommen wird. Zudem lässt sich die Gehäuserückseite durch entsprechendes Umlegen des Laser-Arms zum Display umfunktionieren, worüber das Gerät auch bedient wird.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Zu dem dritten Einsatzzweck zählt eine Variante, wie man es von der Laser-Tastatur kennt, so dass die Tischfläche zum Display wird und man darüber das Gerät sehr bequem über entsprechend große Befehlsknöpfe bedienen kann. Beim letzten Einsatzszenario geht es vor allem um die Informationsdarstellung, denn die Daten können auch an eine Wand projiziert werden, wodurch man Informationen sehr bequem mehreren Personen präsentieren kann.

Als pfiffige Idee erweist sich, dass der schwenkbare Arm auch zum Programmwechsel genutzt werden kann, was die Handy-Bedienung zudem vereinfacht, verspricht Siemens. Die gesamte Steuerung wird ansonsten über einen Stift realisiert, womit sich das aktuelle System ebenfalls von der Laser-Tastatur unterscheidet, die noch vornehmlich mit den Fingern gesteuert wurde. Als Grund dafür nannte Siemens, dass der Stift eine präzisere Bedienung erlaubt, als es mit Fingern möglich ist.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Der Stift agiert außerdem als Bluetooth-Headset, wobei das Handy automatisch merkt, wenn sich der Stift innerhalb der Projektionsfläche befindet. Dann wird das Headset automatisch deaktiviert und die Freisprechfunktion im Handy eingeschaltet, so dass man sehr bequem mit dem Stift arbeiten kann, ohne dass man während eines Telefonats manuell umschalten muss.

Diese Funktion steht auch umgekehrt bereit, so dass die Freisprechfunktion deaktiviert wird, wenn der Stift aus dem Projektionsbereich herausgebracht wird. Die Stiftposition ermittelt die Handy-Studie über zwei Sensoren per Ultraschall, die an den äußeren Seiten des Laser-Arms untergebracht sind. In den Stift ist außerdem eine Handschriftenerkennung integriert, so dass der Stift für die Anfertigung digitaler Skizzen verwendet werden kann.


Relevante Themen