Siemens will Handy-Bedienung revolutionieren
Mit dem "New Interactive Phone" will Siemens dem Problem begegnen, dass moderne Mobiltelefone immer kleiner werden, aber andererseits immer mehr Informationen damit bearbeitet werden, was einen entsprechend großen Ansichtsbereich benötigt. Bislang verlangt dies entsprechend große Displays, was die Geräte wieder automatisch in der Größe wachsen lässt. Diesem Teufelskreis will Siemens entkommen, indem sie einem Mobiltelefon-Prototyp eine Laser-Projektionstechnik verpasst hat.
Mit dem aktuellen "New Interactive Phone" geht Siemens nun einen Schritt weiter und erweiterte die Eingabemöglichkeiten um die Fähigkeit, dass die Laser-Einheit nun auch verschiedenartige Oberflächen projizieren kann, um das Gerät so auch bedienen und nicht nur eine pure Texteingabe zu erhalten. Das Konzeptmodell sieht dazu gleich vier verschiedene Möglichkeiten vor, die Display-Informationen zu projizieren. Dazu hat das Modell einen schwenkbaren Arm mit der Laser- Einheit.
Ist der Laser-Arm in das Gerät eingeklappt, gleicht es einem herkömmlichen Mobiltelefon, da die Projektion in einem kleinen Bereich im Gerät vorgenommen wird. Zudem lässt sich die Gehäuserückseite durch entsprechendes Umlegen des Laser-Arms zum Display umfunktionieren, worüber das Gerät auch bedient wird.
Als pfiffige Idee erweist sich, dass der schwenkbare Arm auch zum Programmwechsel genutzt werden kann, was die Handy-Bedienung zudem vereinfacht, verspricht Siemens. Die gesamte Steuerung wird ansonsten über einen Stift realisiert, womit sich das aktuelle System ebenfalls von der Laser-Tastatur unterscheidet, die noch vornehmlich mit den Fingern gesteuert wurde. Als Grund dafür nannte Siemens, dass der Stift eine präzisere Bedienung erlaubt, als es mit Fingern möglich ist.
Diese Funktion steht auch umgekehrt bereit, so dass die Freisprechfunktion deaktiviert wird, wenn der Stift aus dem Projektionsbereich herausgebracht wird. Die Stiftposition ermittelt die Handy-Studie über zwei Sensoren per Ultraschall, die an den äußeren Seiten des Laser-Arms untergebracht sind. In den Stift ist außerdem eine Handschriftenerkennung integriert, so dass der Stift für die Anfertigung digitaler Skizzen verwendet werden kann.
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