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Bitboys: Vektor-Prozessor für Handys

Die finnische Entwicklerschmiede kündigt einen weiteren Chip an. Die lange Zeit vor allem durch Ankündigungen aufgefallenen Entwickler von Grafik-Logik ohne eigene Produkte aus Finnland schlagen weiter zu. Diesmal will jedoch Symbian den Chip "G12" von Anfang an unterstützen.
/ Jens Ihlenfeld
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Während sich inzwischen auch ATI und Nvidia mit Ankündigungen von 3D-Chips für mobile Geräte geradezu überschlagen, machen die Bitboys wieder einmal die Rolle rückwärts. Nachdem das Unternehmen, das Grafik-Schaltungen für Lizenznehmer entwickelt, bereits im August seinen 3D-Chip für Handys namens "G40" vorgestellt hatte, kommt nun der "G12".

Dabei handelt es sich um einen Grafikkern, der nicht die üblichen 3D-Darstellungen beherrscht. Wohl aber kann er skalierbare Vektorgrafiken beschleunigen, wie man sie etwa von Flash-Animationen am PC kennt. Der G12 unterstützt dazu die Standards SVG (Scalable Vector Graphics) und OpenVG.

Letzteres will auch der Hersteller von PDA- und Smartphone-Betriebssystemen Symbian in kommende Versionen seines OS integrieren – und dabei auch gleich Code für den G12 schreiben. OpenVG unter Symbian soll nicht nur für unterhaltsame Animationen, sondern auch für skalierbare Benutzeroberflächen dienen. Neben der geringen Prozessorleistung für solche Darstellungen sind Vektorgrafiken auch besonders klein, so dass sie sich schnell über Handy-Netze verschicken lassen.

Mit Symbian, die unter anderem das Betriebssystem für Nokias Communicator-Serie und Sonys Pxxx-Smartphones wie das aktuelle P910 stellen, scheinen sich die Bitboys diesmal einen starken Partner gesichert zu haben. Die Angaben über die Features des G12 sind jedoch gewohnt schwammig. Ohne Vergleichswerte oder die Plattform zu nennen, versprechen die Finnen eine 100fache Leistungssteigerung beim Vektor-Rendern mit dem G12, der 60 Bilder pro Sekunde erreichen soll. Immerhin soll die Lösung bei der ab 10. März in San Francisco stattfindenden Game Developers Conference erstmals live demonstriert werden. [von Nico Ernst]


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