PhysX: Nach 3D-Chips kommen nun Physik-Beschleuniger
Zunehmender Realismus in Spielen erfordert nicht nur immer leistungsfähigere Grafikchips, auch an andere Bereiche werden zunehmend hohe Anforderungen gestellt. Vor allem die Physik und die Intelligenz der Gegner spielt dabei eine wichtige Rolle. Zwar kommen nicht selten spezielle Physik-Engines in Spielen zum Einsatz, beispielsweise die Havok-Engine , doch belasten diese Engines natürlich die CPU.
Ageia verspricht eine universelle Kollisionserkennung, starre und dynamische Körperbewegungen, intelligente Partikelsysteme, die Simulation von Kleidung und weiche Köperveränderungen auch mit Rissen. Dabei soll die PPU den Erfolg der GPU wiederholen.
Um im Markt Fuß fassen zu können, bietet Ageia ein spezielles Entwickler-Kit namens NovodeX SDK an, das laut Hersteller schon von einigen Spiele-Entwicklern eingesetzt wird. Bereits zu Weihnachten 2005 sollen erste Titel erscheinen, die eine Hardware-Beschleunigung der Physik-Engine unterstützen. Da NovodeX einen Multithreaded-Ansatz verfolgt, sollen entsprechende Spiele für die kommenden Generationen von Multi-Core-Prozessoren vorbereitet sein.
Gegründet wurde Ageia 2002 und konnte seitdem insgesamt mehr als 38 Millionen US-Dollar Risikokapital einsammeln. Zu den Investoren zählen Apex Venture Partners, Bank of America Ventures, HIG Ventures, Granite Global Ventures, CID Equity Partners und TSMC.
Zeigen will Ageia seine PhysX PPU erstmals auf der Game Developers Conference, unterstützt werden soll sie unter anderem von der Unreal Engine 3. Darüber hinaus zählen Alias, Airtight Games, Artificial Studios, Discreet, Epic, Bongfish Interactive Entertainment, Big Huge Games, RAD Games, SoftImage und Ubisoft zu Ageias Partnern.