FreeNX 0.3.0 bringt neue Funktionen

Künftige Versionen sollen Einzelapplikationen beschleunigen

Zum Abschluss des FreeNX-Workshops auf den Chemnitzer Linux-Tagen gab das FreeNX-Team um Fabian Franz offiziell die neue FreeNX-Version 0.3.0 frei. NX erlaubt die Nutzung grafischer Benutzeroberflächen von anderen Rechnern auch über große Entfernungen bei schmalbandigen Leitungen.

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Die Technik erlaubt es, Linux-basierte Terminal- und Applikationsserver kostengünstig aufzusetzen und zu betreiben. Sie eignet sich damit unter anderem für eine sanfte Migration von Windows zu Linux auf dem Desktop, ist es so doch möglich, typische Linux-Desktop-Applikationen auch unter Windows zu nutzen oder Spezialanwendungen, die nur unter Windows verfügbar sind, auch von Linux-Desktops aus im Zugriff zu haben.

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FreeNX, das auf den unter der GPL lizenzierten NX-Komponenten von NoMachine basiert, bringt in der Version 0.3.0 zahlreiche Änderungen und neue Funktionen mit. So lagert FreeNX jetzt alle Konfigurationsvariablen in eigene Konfigurationsdateien aus, die weitestgehend mit der "node.conf" des kommerziellen NoMachine-NX-Servers kompatibel sind. Zudem erlaubt nxsetup nun auch eine De-Installation von FreeNX.

Für die neue Version wurde auch der Authentisierungs-Code neu geschrieben. Er lässt jetzt die Wahl zwischen "ssh" und "su" zu, um Benutzer-Logins via Passwort zu erlauben. Der NX-Benutzerkreis kann jetzt mit "USERDB=1" eingeschränkt werden, ein generisches NX-Verbindungs-Forwarding erlaubt die Verkettung von NX-Servern, beispielsweise um NX-Sessions auch über Firewalls zu ermöglichen.

Künftige Versionen versprechen darüber hinaus einen spürbaren Geschwindigkeitsgewinn im Einzelanwendungsmodus, der durch die Unterdrückung von "X11-Roundtrips" erreicht wird. Schon jetzt lässt sich dies durch das Aktivieren des "Rootless Mode" in der node.conf umsetzen, allerdings gibt es dabei derzeit noch Probleme beim Schließen von Unterfenstern, da dies noch als experimentell zu betrachten ist.

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Ein 0.4.0-Release ist für Anfang Mai geplant, die Version 0.5.0 für Anfang Juli. FreeNX steht bei BerliOS in einem CVS-Repository zur Verfügung, die Entwickler sind über die FreeNX-Mailingliste erreichbar. Ältere Versionen von FreeNX finden sich zudem auf der Linux-Live-CD Knoppix. Details zu FreeNX finden Sie in unserem Interview NX - die Revolution des Netzwerk-Computing? mit den FreeNX-Entwicklern Fabian Franz und Kurt Pfeifle.

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