Neue Regeln für weniger Open-Source-Lizenzen
Während einige Firmenvertreter sich eine Reduktion der Zahl der Open-Source-Lizenzen auf bis zu drei wünschen, wartet Nelson mit weniger radikalen Vorschlägen auf(öffnet im neuen Fenster) . Er will vor allem verhindern, dass weitere Lizenzen von der OSI zertifiziert werden, wenn dies nicht unbedingt erforderlich ist.
Dazu will Nelson die Anforderungen an Open-Source-Lizenzen um drei Punkte erweitern. Zum einen sollen keine Lizenzen mehr zertifiziert werden, die nur Duplikate anderer Lizenzen sind. Wer eine Lizenz einreicht, soll darlegen, welche Probleme seine Lizenz löst, die sich mit existierenden Open-Source-Lizenzen nicht angehen lassen.
Zudem soll an neue Lizenzen die Anforderung einer klaren, einfachen und verständlichen Sprache gestellt werden, denn die Lizenzen sollen schließlich vor allem Leuten dienen, die eben keine Anwälte sind. Darüber hinaus sollen Lizenzen nach Auffassung von Nelson künftig wiederverwendbar sein, um von der OSI zertifiziert zu werden. Konkrete Namen von Personen, Organisationen und Projekten sollen nur noch referenziert werden, so dass sich diese ohne Änderung der eigentlichen Lizenz leicht austauschen lassen.
Derzeit sind knapp 60 Lizenzen von der OSI als Open-Source-Lizenz zertifiziert.